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Pro Sieben Sat 1 verkauft Nordeuropa-Geschäft an Discovery


von David Hein,
Redakteur HORIZONT.NET

Der TV-Konzern trennt sich von seinem Nordeuropa-Geschäft

Der TV-Konzern trennt sich von seinem Nordeuropa-Geschäft


Pro Sieben Sat 1 meldet Vollzug: Der TV-Konzern versilbert seine Fernseh- und Radio-Beteiligungen in Nordeuropa. Käufer ist Discovery Communications. Der Deal spült Pro Sieben Sat 1 über 1,3 Milliarden Euro in die Kassen. Mit einem Teil des Erlöses sollen Kredite bedient werden, allerdings ist für das kommende Jahr auch eine üppige Ausschüttung an die Aktionäre geplant.
 
Die verkauften Beteiligungen umfassen sämtliche Fernseh- und Radio-Aktivitäten von Pro Sieben Sat 1 in Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark. Der TV-Konzern hatte 2007 die Sender von seinen Mehrheitseignern, den Finanzinvestoren KKR und Permira übernommen. Nicht Teil der Transaktion sind die in der Red Arrow Entertainment Group gebündelten Produktionsfirmen von Pro Sieben Sat 1.
Der Kaufpreis sämtlicher Beteiligungen in Nordeuropa liegt bei 1,325 Milliarden Euro. Pro Sieben Sat 1 betont, dass sich die Sendergruppe in Nordeuropa "unter anderem aufgrund erheblicher Investitionen in die Gründung neuer Sender" sehr gut entwickelt habe. Das Recurring EBITDA des Geschäftsbereichs beläuft sich auf 12-Monats-Basis auf 134,4 Millionen Euro.
 
500 Millionen Euro des Verkaufserlöses sollen in die vorzeitige Rückzahlung von Krediten fließen und damit den operaiven Chashflow entlasten. Hierdurch erhöhe sich auch der Spielraum für Dividendenzahlungen, teilt das Unternehmen mit. Die Hauptgesellschafter KKR und Permira gönnen sich daher im kommenden Jahr einen kräftigen Schluck aus der Pulle: Bei einem erfolgreichen Vollzug der Transaktion will das Unternehmen bei der kommenden Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 5,60 Euro je Aktie vorschlagen. Damit würden insgesamt 1,2 Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Der "Spiegel" hatte am Montag berichtet, dass Pro-Sieben-Sat-1-Chef Thomas Ebeling der Super-Dividende nur zustimmen will, wenn die Finanzinvestoren im Gegenzug ihren Ausstieg aus dem TV-Konzern einleiten.
 
Darauf könnte eine weitere Ankündigung des Unternehmens hindeuten: Der Vorstand will der Hauptversammlung eine Umwandlung der stimmrechtslosen Vorzugsaktion in stimmberechtige Stammaktien vorschlagen. Damit würden sämtliche Stammaktien zum Börsenhandel zugelassen. Der Zeitpunkt für einen baldigen Ausstieg der Finanzinvestoren wäre nicht schlecht: Der Aktienkurs hat sich in diesem Jahr sehr positiv entwickelt und liegt aktuell (Freitag, 14. Dezember) bei 23,61 Euro. dh
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