25.04.2008
Umsatzeinbruch
Pro Sieben Sat 1 tritt auf die Kostenbremse
Nach dem Abgang von Verkaufsvorstand Peter Christmann folgt bei Pro Sieben Sat 1 der nächste Paukenschlag: Der Münchner Konzern will den Umsatzrückgang im deutschen Free-TV-Markt mit hartem Kostenmanagement begegnen.
Der Umsatz des Konzerns ging im 1. Quartal um 2 Prozent zurück, das Ebitda rutschte um 27,5 Prozent ab. Vorstandschef Guillaume de Posch führt das schlechte Ergebnis vor allem auf die Quotenschwäche von Sat 1 zurück, die bis jetzt nachwirkt, und auf die Einführung eines neuen Vermarktungsmodells. Dieses musste auf Druck des Marktes mehrfach nachgebessert werden.
Der Konzern reagiert mit einem rigiden Sparprogramm auf die schlechten Zahlen. Entgegen der ursprünglichen Budgetplanungen sollen im laufenden Jahr 70 Millionen Euro eingespart werden. So soll vor allem in den Bereichen Vertrieb und Verwaltung, aber auch bei den Programminvestitionen gekürzt werden. Einen negativen Einfluss auf die Entwicklung der Zuschauermarktanteile erwartet de Posch nicht.
Zudem soll die TV-Vermarktung in Deutschland restrukturiert werden. Details dazu sollen bis Juni vorgestellt werden. Denkbar wäre eine Zusammenlegung der bislang getrennten Verkaufseinheiten Seven-One Media und Seven-One Interactive.
Für das 2. Quartal rechnet de Posch mit einem weiter rückläufigen Ergebnis. Alle Hoffnungen ruhen nun auf dem 2. Halbjahr 2008. Bis dahin sollen die Restrukturierungsmaßnahmen Wirkung zeigen. Die Rahmenbedingungen indes sind eher durchwachsen: Für das Gesamtjahr rechnet de Posch mit einem insgesamt stagnierenden Werbemarkt.
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Entscheidung am PoS
Ausgerechnet ein Spezialist für Werbung am PoS relativiert die goldene Regel, nach der 70 Prozent der Kaufentscheidungen dort fallen. Global kehrt Ogilvy Action die Formel um. Hierzulande greifen 38 Prozent der Shopper spontan zu.
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Off the record
Bayern München führt bei Twitter
Beim Microblogging-Dienst Twitter sind auch bereits einige Bundesliga-Vereine mit einem Twitter-Account vertreten. Bayern München belegt dabei den Spitzenplatz mit den meisten Followern (Fans) aller Bundesliga-Clubs. Auf Platz 2 folgt Hannover 96 vor Schalke 04. Die Bundesliga-Mannschaften twittern aber in der Regel nicht selbst. Stattdessen twittern die Fans unter dem Logo ihres Clubs.
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HORIZONT 36/2008 vom 04.09.2008
Das Top-Thema der Woche: Boris Schramm, Managing Director bei Group M und damit einer der einflussreichsten Mediaplaner der Republik, geht auf Konfrontationskurs zu Verlagen, die mit Pocketausgaben, Bundles und anderen Maßnahmen gegen den allgemeinen Auflagenrückgang ankämpfen.
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