24.09.2008
TV-Sender
Pro Sieben Sat 1 korrigiert Prognose nach unten
Der Münchner Medienkonzern Pro Sieben Sat 1 Media muss sein Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2008 nach unten korrigieren. Für das laufende Jahr rechnet die Gruppe nur noch mit einem Recurring Ebitda zwischen 670 und 700 Millionen Euro.
Der unter einer Schuldenlast von rund 3,5 Milliarden Euro ächzende Konzern hatte im ersten Halbjahr herbe Rückgänge hinnehmen müssen, weil der Markt das neue Werbezeiten-Verkaufsmodell nicht akzeptiert hatte. Nach einer Erholung im Juli und August "deuten die Umsatzsituation im September und die Frühindikatoren für Oktober nun darauf hin, dass das deutsche Free-TV-Geschäft in der zweiten Jahreshälfte die Erwartungen nicht erfüllt", teilt der Konzern in einer Ad-Hoc-Warnung mit.
Damit gerät das Unternehmen, das derzeit KKR und Permira gehört, immer mehr ins Schlingern. Die Finanzinvestoren sind auf der Suche nach einem Nachfolger für den zum Jahresende scheidenden Vorstandsvorsitzenden Guillaume de Posch.
Nach HORIZONT-Informationen haben seit Bekannt werden des de Posch-Abgangs Mitte Juni schon mehrere Kandidaten abgewunken, weil sie zu wenig Spielraum für Investitionen erhalten. Angesichts des Schuldenbergs, der Pro Sieben Sat 1 durch den Zwangskauf der Fernesehgruppe SBS von seinen Eignern aufgebürdet worden war, ist in München derzeit ein Sparkurs angesagt. pap
- Medien 12. September 2008: KKR/Permira kaufen Schulden von Pro Sieben Sat 1 Media
- Leute 15. August 2008: Pro Sieben Sat 1: Suche nach neuem Vorstandschef gestaltet sich schwierig
- Medienhäuser: Pro Sieben Sat 1 Media AG
Weitere Nachrichten aus Medien vom 24.09.2008:
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