25.10.2007
Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Christmann greift Rabattmodell der Konkurrenz an
Kaum zwei Wochen liegen die neuen Rabattmodelle auf dem Tisch, da fliegen zwischen den TV-Vermarktern Seven-One Media und IP Deutschland kräftig die Fetzen. Im Vermarktungssystem der Kölner würden "sämtliche Vorgaben des Kartellamts ad absurdum geführt", kritisiert Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Peter Christmann: "Da wird das vorgegebene Tempolimit mehrfach deutlich überschritten."
Trotz gleicher Vorgaben haben die TV-Anbieter sehr unterschiedliche Modelle entwickelt: Während die Kölner zum Beispiel weiter Agenturrabatte geben, setzt man in München auf ein "planungsneutrales Dientleistungshonorar" (HORIZONT 41/2007).
Die Wettbewerbshüter verbieten den Duopolisten lediglich Sharedeals und die rückwirkende Rabattierung, damit kleinere Anbieter mehr Chancen bekommen. Zudem gilt ein Gleichbehandlungsgrundsatz: Wer dasselbe Investitionsverhalten zeigt, muss auch denselben Rabatt bekommen.
Die IP sieht dennoch "Spielräume", schließlich gebe es kaum zwei Kunden, die wirklich exakt das gleiche Spendingverhalten hätten, erklärt Verkaufschef Matthias Dang. Rabattstaffeln werden nicht veröffentlicht. Dagegen hat Seven-One Media drei Listen für sogenannte Funktionsrabatte ins Internet gestellt. Weitere sollen folgen.
Das IP Modell sei "vollkommen intransparent", betont Christmann. Für das Grund-Commitment - bei den Kölnern Basisbuchung genannt - seien "Rabatte hinter verschlossenen Türen offenbar völlig frei verhandelbar". Christmann: "Wir sind mehr als überrascht über die verwegene Interpretation des Gleichbehandlungsgrundsatzes." Kunden und Agenturen seien weiterhin "mit dem Gefühl der Rechtsunsicherheit konfrontiert".
IP-Geschäftsführer Martin Krapf kontert gewohnt gelassen: "Ich würde es bevorzugen, wenn jeder über sein eigenes Angebot spricht. Natürlich ist unseres rechtlich abgesichert." Verkaufschef Dang wird deutlicher: "Die Münchner haben anscheinend gemerkt, dass ihr Angebot nur bedingt am Markt akzeptiert wird. Jetzt zeigen sie mit dem Finger auf uns, statt vor der eigenen Tür zu kehren." he
- Medien 18. Oktober 2007: Mediasystem: IP Deutschland kommt Agenturen mit neuem Vermarktungsmodell entgegen
- Medien 16. Oktober 2007: Trotz neuer Media-Modelle: Pro Sieben Sat 1 erwartet stabile Werbemarktanteile
- Medien 11. Oktober 2007: Seven-One Media stellt neues Rabatt- und Honorierungsmodell vor
- Medien 5. Oktober 2007: Kartellamt greift durch: TV-Vermarkter müssen hohes Bußgeld für unerlaubte Rabattpolitik zahlen
- Medien 9. August 2007: IP und Seven-One schlagen neue Geschäftsmodelle für den TV-Markt vor
- Medien 20. Juni 2007: Kartellamt ermittelt gegen TV-Vermarkter
Weitere Nachrichten aus Medien vom 25.10.2007:
Bild fürchtet keine Gratistitel / Indirekte Kritik am Joint Venture Bild.T-Online
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Laut Marktforschung Facit erntet derzeit vor allem ein Kreditinstitut das Vertrauen der deutschen Verbraucher: die Sparkassen.
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Bayern München führt bei Twitter
Beim Microblogging-Dienst Twitter sind auch bereits einige Bundesliga-Vereine mit einem Twitter-Account vertreten. Bayern München belegt dabei den Spitzenplatz mit den meisten Followern (Fans) aller Bundesliga-Clubs. Auf Platz 2 folgt Hannover 96 vor Schalke 04. Die Bundesliga-Mannschaften twittern aber in der Regel nicht selbst. Stattdessen twittern die Fans unter dem Logo ihres Clubs.
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HORIZONT 35/2008 vom 28.08.2008
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