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06.05.2008

Pro-Sieben-Sat-1-Krise: Andreas Bartl will kein Sparkommissar sein


Tritt nicht auf die Kostenbremse: Andreas Bartl 

Tritt nicht auf die Kostenbremse: Andreas Bartl

Trotz des hohen wirtschaftlichen Drucks angesichts der schlechten Quartalszahlen von Pro Sieben Sat 1, will der neue Deutschland-Chef Andreas Bartl nicht am Programm sparen. "Wir werden in diesem Jahr wieder mindestens so viel für neues Programm ausgeben wie im vergangenen Jahr, also mehr als eine Milliarde Euro allein in Deutschland", sagt Bartl der "Süddeutschen Zeitung" in einem Interview.
 
Es sei wichtig, die Profile der einzelnen Sender der Pro Sieben Sat 1-Familie zu schärfen und sie so klarer voneinander abzugrenzen. Zudem will der bisherige Pro Sieben-Chef in die Internetaktivitäten investieren: "Wir stellen uns darauf ein, dass unsere Webseiten mehr und mehr zu Sendern werden. Das Konzept nennen wir TV 3.0."
 
Einen Verkauf des im vergangenen Jahr schwächelnden Senders Sat 1 lehnt er entschieden ab. Er betont jedoch, dass mittelfristig hier in der werberelevanten Zielgruppe ein Marktanteil von 12 Prozent erreicht werden müsse. Nach den aktuellen GfK-Zahlen erzielte Sat 1 im April 11,8 Prozent. bn

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