Sendergruppe
12.10.2009
Pro-Sieben-Sat-1-Chef rechnet weiter mit zweistelligem Minus
Für den gesamten TV-Markt bleibt Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender von Pro Sieben Sat 1, bei seiner pessimistischen Prognose und rechnet für 2009 mit einem Minus von zwölf bis 16 Prozent. "Es gibt zwar nach wie vor konjunkturelle Risiken, aber die Menschen haben jetzt einen Tick mehr Optimismus", sagt er im Interview mit "Euro am Sonntag".
Auch RTL-Group-Chef Gerhard Zeiler geht von einem Minus um die 15 Prozent aus. Damit zeichnen die zwei größten TV-Konzerne ein wesentlich düsteres Bild, als die aktuelle Nielsen-Statistik für Deutschland. Diese weist für die Monate Januar bis September für TV einen Rückgang von lediglich 0,2 Prozent aus. Die Schere zwischen Brutto- und Netto-Werbeinvestitionen geht damit weiter auf. Die klassischen Medien insgesamt liegen laut Nielsen bei 2,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.
Pro Sieben Sat 1 hat angesichts eines Schuldenberges von rund 3,4 Milliarden Euro einen begrenzten Handlungsspielraum. Die Eigentümer KKR und Permira hatten den Konzern 2007 gezwungen, die ebenfalls den Finanzinvestoren gehörende Sendergruppe SBS zu übernehmen. Auf die Frage ob Pro Sieben Sat 1 SBS braucht, antwortet Ebeling trocken: "Gerade jetzt ist die europäische Basis ein großer Vorteil, aber die deutsche Pro Sieben-Sat-1-Gruppe war und ist auch allein absolut überlebensfähig". pap
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