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Pro Sieben Maxx: P7S1 startet nächsten Free-TV-Sender und wettert gegen ARD und ZDF


von Juliane Paperlein,
Ressortleiterin Medien

Hörner wirft ARD und ZDF Wettbewerbsverzerrung vor

Hörner wirft ARD und ZDF Wettbewerbsverzerrung vor

Nun steht der genaue Name fest: Der Free-TV-Sender, mit dem Pro Sieben Sat 1 etwas ältere Männer erreichen will, wird unter dem Namen Pro Sieben Maxx antreten. Bislang sollte er nur Maxx heißen. Dies kündigt Jürgen Hörner, Chef der Pro Sieben Sat 1 TV Deutschland (TVD), in der die frei empfangbaren Kanäle gebündelt sind, im Interview mit "Focus" an.
 
Pro Sieben Maxx soll im 4. Quartal 2013 starten und ist damit nach Sixx im Mai 2010 und Sat 1 Gold vergangene Woche der dritte Sender binnen drei Jahren, den die Gruppe auf den Markt bringt. Damit will Pro Sieben Sat 1 auf die steigende Fragmentierung reagieren, die sich in rückläufigen Anteilen im Zuschauermarkt widerspiegelt.
Sat 1 Gold richtet sich an ältere Frauen, Sixx an jüngere. Bis 2010 konnte Pro Sieben Sat 1 den Werbungtreibenden über den Nachrichtenkanal N24 auch ältere Männer anbieten. Doch der Sender wurde via Management-Buy-Out verkauft. Mit dem geplanten Sender kann die Gruppe ihr Portfolio so wieder abrunden und will Männer jenseits der 30 ansprechen.
 
Auch Pro Sieben Maxx soll eigene Formate bekommen und nicht nur mit Programm aus der Konserve bestückt werden. "Jeder neue Sender bekommt bei uns ein eigenes Profil und frisches Programm", so Hörner im "Focus". So hat Sixx, den nach dem Wechsel von Katja Hofem zu Kabel Eins Co-Geschäftsführerin Eun-Kyung Park als alleinige Geschäftsführerin führen wird, "Jamie Oliver". Sat 1 Gold bringt "GesundheitAkte" und weitere Eigenproduktionen wie "Süddeutsche TV".
 
In dem Interview geht Hörner auch hart ins Gericht mit ARD und ZDF. Ans ZDF hatte die private Gruppe vergangenes Jahr die Champions-League-Rechte verloren. "Die Mainzer haben unser letztes Angebot um mindestens 30 Prozent überboten", sagt Hörner. Auch bei US-Serien und Filmen böten die öffentlich-rectlichen deutlich mehr. "Sie legen ohne große Mühe noch einen Batzen Geld drauf und treiben so künstlich das Preisniveau für die Free-TV-Rechte in die Höhe", so Hörner. "Das ist Wettbewerbsverzerrung im doppelten Sinn. Denn ARD und ZDF sind zwar frei Empfangbar, aber eigentlich Bezahlfernsehen", wettert der Manager in Richtung Gebührenfunk. pap
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