Privatsender beklagen Umsatzrückgänge durch Gewinnspielregeln
Während die Landesmedienanstalten mit den neuen Regeln für Gewinnspiele zufrieden sind, sehen die Veranstalter noch Klärungsbedarf. Die privaten Sender mussten in den ersten Wochen seit Inkrafttreten der neuen Gewinnspielsatzung zum Teil erhebliche Rückgänge bei den Umsatzzahlen hinnehmen.
"Wenn Moderatoren langwierig die neuen Regelungen erklären müssen, dann ist dies sicher für viele Zuschauer ein Abschaltfaktor", sagte Tobias Schmid vom Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) bei einer Fachtagung in Düsseldorf. Er begrüßte jedoch zugleich die durch die neuen Regeln gewonnene Rechtssicherheit für die privaten Sender.
Die Landesmedienanstalten stellen rund drei Wochen nach Inkrafttreten der neuen Satzung für Gewinnspiele im Rundfunk "sichtbare Verbesserungen beim Nutzerschutz" fest. "Wir sind nach einer langen Zeit der Rechtsunsicherheit nun auf einem guten Wege", sagt Norbert Schneider, Beauftragter für Programm und Werbung der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK). Es gebe allerdings noch Abstimmungsprobleme: "Es wird auch unabweislich sein, bei unterschiedlichen Rechtsauffassungen gerichtliche Entscheidungen herbeizuführen, wie etwa mit Blick auf die 50-Cent-Höchstgrenze bei Anrufen." Ein Anruf darf laut Satzung nur 50 Cent kosten; tatsächlich sind Kosten bei Anrufen vom Handy im Einzelfall erheblich teurer. "Eine rasche Klärung ist für alle Beteiligten wichtig", so Schneider. dh
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