Magazine
24.02.2010
„Premius“: Ex-„Capital“-Mann Andreas Busch und JDB starten Verbrauchermagazin
Ein Launch in schwieriger Zeit: Der Wirtschaftsjournalist Andreas Busch, zuletzt bis 2006 stellvertretender Chefredakteur von „Capital", und der Hamburger Medienunternehmer Jens de Buhr (JDB-Gruppe) bringen unter dem Titel „Premius" Ende April ein neues Verbrauchermagazin auf den Markt. Der Name „Premius" setzt sich zusammen aus „Premium" und „Primus" (Lateinisch: der Erste). Busch ist Gesellschafter, Geschäftsführer und Chefredakteur; JDB übernimmt alle Verlagsdienstleistungen.
„Premius" soll zunächst quartalsweise erscheinen - und bei Erfolg monatlich. Als Erfolg definieren Busch und de Buhr 45.000 verkaufte Hefte (Druck: 100.000 Stück) und etwa sieben Anzeigen zum Seitenpreis von 9900 Euro. Das erste Heft erscheint mit einem Umfang von 100 Seiten. Der Copypreis beträgt zum Start 2 Euro und soll später knapp unter 4 Euro landen.
Das Konzept beruht auf Produkt- und Dienstleistungstests von unterschiedlichen Instituten, über die in den Medien berichtet wird. „Premius" nennt per Zitat kurz die Testsieger - und greift sich den Spitzenreiter für tiefer gehende Serviceberichterstattung heraus. „Wir erklären, wie man in seiner persönlichen Lebenssituation von den Angeboten der besten Unternehmen profitieren kann", sagt Busch, der das Magazin als „modernen Einkaufsführer" beschreibt. Neben den Testberichten, die etwa die Hälfte des Heftes ausmachen, gibt es noch Ressorts namens „Budget" (Finanz- und Spartipps) und „Leben" (Freizeit- und Gesundheitstipps).Andreas Busch: Wir erklären, wie man in seiner persönlichen Lebenssituation von den Angeboten der besten Unternehmen profitieren kann.
Leserzielgruppe sind „anspruchsvolle, rational entscheidende Konsumenten" (de Buhr) zwischen 30 und 49 Jahren, die sich für Warentests in Special-Interest-Zeitschriften interessieren - laut AWA über 8,2 Millionen meist männliche Deutsche. Als Werbekunden peilt „Premius" weder speziell die siegreichen noch die nicht erwähnten Unternehmen einer untersuchten Branche an, denn ersteres wäre zu plump, und letztere dürften im redaktionellen Umfeld des siegreichen Konkurrenten kaum Interesse haben. Angesprochen seien vielmehr alle Konsumgüterhersteller und Dienstleister, die sich bei der „Premius"-Zielgruppe vorstellen wollen, sagt de Buhr. Zum Launch startet er eine inhouse kreierte TV- und Printkampagne mit sechsstelligem Budget.
Busch ist seit 2006 für die JDB-Gruppe tätig. Das Unternehmen erzielt mit Corporate Publishing („Der Vermögensberater", „T-Mobile Life"), PR, Special-Interest-Titeln („DVD Magazin") und dem Szene-Stadtmagazin „St. Pauli" etwa 10 Millionen Euro Umsatz. rp
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