21.01.2008
Bundesliga-Rechte
Premiere wehrt sich gegen Sirius-Deal
Der nach dem Einstieg von Rupert Murdochs News Corporation gestärkte Pay-TV-Anbieter Premiere geht im Kampf um die Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga in die Offensive. Sportvorstand Carsten Schmidt greift das zwischen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und Leo Kirchs Agentur Sirius vereinbarte Vermarktungsmodell scharf an.
"Wir werden beinhart gegenverhandeln", sagte der Manager der "Financial Times Deutschland". Premiere hat sich zudem an das Kartellamt gewandt und bezeichnet das Vermarktungsmodell der DFL als kartellrechtlich unzulässig.
Der Pay-TV-Betreiber wendet sich vor allem gegen die Vereinbarung, dass Sirius den künftigen Rechteinhaber mit fertig produzierten Berichten versorgen soll. Im Falle eines Zuschlages verlange Premiere die "Hoheit über die Berichterstattung", sagte Schmidt.
Die DFL hat im Oktober Kirchs Agentur Sirius die TV-Rechte zur weiteren Vermarktung übertragen. Er garantiert den Vereinen Einnahmen von 500 Millionen Euro pro Saison. Noch fehlt allerdings die notwendige Bankbürgschaft.
Die Gespräche mit der Commerzbank, mit der Kirchs Vertrauter Dieter Hahn lange verhandelt hatte, sind offenbar beendet worden, nachdem bekannt wurde, dass Kirch mit Ulrich Blessing den Bruder des designierten Commerzbank-Chefs Martin Blessing als Geschäftsführer von Sirius eingesetzt hat.
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