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Premiere: Murdoch und Banken segnen Finanzierungsplan ab


Rupert Murdoch greift Premiere unter die Arme 

Rupert Murdoch greift Premiere unter die Arme

Premiere sucht mit Hochdruck den Weg aus der Schuldenfalle. Eigenen Angaben zufolge hat sich der angeschlagene Pay-TV-Betreiber mit Großaktionär Rupert Murdoch und dem Bankenkonsortium auf die Eckpunkte einer langfristigen Finanzierungsstruktur geeinigt. Diese sieht vor, dass die aktuellen Kreditlinien durch neue, langfristige Kreditzusagen in Höhe von 525 Millionen Euro ersetzt werden. Voraussetzung ist aber, dass Premiere neues Eigenkapital in Höhe von 450 Millionen Euro zugeführt wird.
 
Dazu hat Premiere mit der News Corp und dem Bankenkonsortium zwei Kapitalerhöhungen vereinbart, die als Bezugsrechtsemissionen platziert werden sollen. Für die erste Kapitalerhöhung ist eine Ausgabe von bis zu 10,2 Millionen neuen Aktien geplant. Diese sollte Premiere 25 Millionen einbringen. News Corp hat zugesichert, so viele Premiere-Aktien zu erwerben, dass der erwartete Bruttoerlös erzielt wird. Allerdings soll der Anteil des Medienkonzerns von Rupert Murdoch nicht die 29,9 Prozent-Marke überschreiten. Das Bankenkonsortium wird Premiere seinerseits mit einem kurzfirstigen Darlehen von 25 Millionen unter die Arme greifen.
Premiere-Chef Mark Williams will profitabel werden 

Premiere-Chef Mark Williams will profitabel werden

News Corp hat für die zweite Kapitalerhöhung außerdem die Abgabe einer Festbezugserklärung und eine Übernahmegarantie zugesichert. Diese Vereinbarung ist an Verpflichtungen geknüpft. Unter anderem verlangt Murdoch die Verfügbarkeit der neuen Kreditlinien von den Banken. Außerdem will News Corp von der Verplichtung der Abgabe eines Angebots an die übrigen Aktionäre befreit werden, falls das Unternehmen mehr als 30 Prozent von Premiere erwerben sollte. Im Januar sollen die Aktionäre über das Angebot von News Corp abstimmen.
 
Das gewonnene Kapital will Premiere-Chef Mark Williams nutzen, um in ein verbessertes Programmangebot und in kundenfreundliche Technologien zu investieren. Außerdem will Williams die Preis- und Angebotsstruktur vereinfachen und für den Kunden transparenter machen. Damit hofft Premiere die Hauptziele des Businessplans umzusetzen: die Steigerung der Abonenntenzahl mit Laufzeitverträgen und die Erhöhung des Umsatzes pro Kunde. Der Konzern strebt bis Ende 2010 einen Break-even bei EBITDA und Cash-Flow an. 2011 will Premiere wieder profitabel sein.
 
Premiere hat von Seiten der Kreditgeber eine Aussetzung der Überprüfung der Kreditauflagen genehmigt bekommen. Platzt der Finanzierungsplan, kann das Bankenkonsortium die sofortige Rückzahlung der Verbindlichkeiten einfordern. nk 
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