18.05.2009
Abozahlen
Premiere-Aktionäre zeigen Ex-Chefs Kofler und Börnicke an
Den Worten folgen Taten: Nachdem Aktionäre und Aktionärsvertreter auf der Hauptversammlung von Premiere im Februar eine staatsanwaltliche Untersuchung gefordert hatten, hat die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) nun am Freitag Strafanzeige beim Landgericht München gestellt.
Die Anzeige läuft gegen frühere Vorstandsmitgleider von Premiere, darunter der langjährige Vorstandsvorsitzende Georg Kofler und sein Nachfolger Michael Börnicke. Die SdK beschuldigt die Ex-Vorstände, sowohl beim Börsengang der Aktiengesellschaft im Jahr 2005 als auch bei der Kapitalerhöhung 2007 "unrichtige Angaben zur Klassifizierung, zur Zählweise und zur tatsächlichen Zahl der Abonnenten des Bezahlsenders gemacht zu haben". Außerdem wirft sie ihnen Insiderhandel vor.
Auf der Hauptversammlung hatte Premiere-Vorstand Holger Enßlin die Betrugsvorwürfe gegen die ehemaligen "Organe" Kofler und Börnicke noch abgewiegelt: "Die zuvor angewendete Klassifizierung war nicht falsch und hatte keine Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis. Daher bestehen keine Schadensersatzansprüche gegen Organe." Ob das stimmt, muss nun das Gericht klären. pap
- Medien 26. Februar 2009: Premiere: Aktionäre werfen Ex-Chef Kofler Betrug vor
- Medien 16. Februar 2009: Premiere rutscht tief in die Verlustzone / Williams kündigt Relaunch an
- Medien 12. November 2008: Premiere: Geht der Exodus weiter?
- Medien 10. November 2008: Premiere: Auch Programmvorstand Hans Seger nimmt seinen Hut
- Medien 7. Oktober 2008: Georg Kofler verteidigt Abozahlen von Premiere
- Medien 6. Oktober 2008: Skandal: Premiere korrigiert Kundenzahl nach unten und warnt vor Verlust
- Leute 11. September 2008: Murdoch schasst Premiere-Chef Börnicke
- Leute 13. August 2007: Georg Kofler verlässt Premiere/ Michael Börnicke wird Nachfolger
Lutz Althof sagte am 07.10.2009 um 13:03
Georg Kofler in der Energie-Wirtschaft
Kofler verschafft sich seit seinem Ein-tritt in der Energiebranche 2007 mit großartigen Versprechungen (z.B. deutli-chen Kostenreduktionen) in kurzer Zeit relativ hohe Aufmerksamkeit. Insider vermuten allerdings - mangels Erfahrun-gen zuviel heiße Luft. Insider der E-Wirtschaft, Energieversorger sowie deren Kunden, befürchten jetzt schon Vertrauensschäden als Folgen. Bei gerin-gen Erfahrungen in der Branche, kaum Kenntnissen der kaufmännischen und technischen Besonderheiten auf Verbrau-cherseite, hier von Seiten Kofler & Co. Interesse erzeugt, werden waghalsige Versprechungen gegeben, die schon kurzfristig nicht einzuhalten sind.Weitere Nachrichten aus Medien vom 18.05.2009:
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