Medienkongress
19.01.2010
Preisspirale im TV-Werbemarkt hat seinen Tiefpunkt erreicht
Die Preisentwicklung im TV-Werbemarkt ist schlecht, doch zumindest kann sie nicht wesentlich schlechter werden, lautete die nur bedingt optimistische Bilanz der Podiumsdiskussion "Das Fernsehen der Zukunft" auf dem Deutschen Medienkongress 2010 in Frankfurt.
Zwar machte Jürgen Blomenkamp, CEO der Mediaagentur Group M deutlich, dass die Werbekunden auf sinkende Werbepreise setzen müssten, um angesichts der nachlassenden Medienwirkung ihren Marketing ROI noch zu erhalten, aber auch er sah die Grenzen des Möglichen in manchen Fällen schon erreicht: "Bei permanent sinkenden Werbepreisen ist jeder Medienanbieter irgendwann an dem Punkt, wo er die von ihm angebotene Leistung nicht mehr finanzieren kann. Dann muss er sich die Frage stellen, ob sein Geschäftsmodell mit der Erlösquelle Werbung allein noch funktioniert."
2010 hielten die Teilnehmer eine positive Preisentwicklung für die TV-Werbung zumindest für möglich. Während Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzende Pro Sieben Sat 1 Media, mit einer Umsatzprognose von -4 bis +2 Prozent eher skeptisch geblieben war, prognostiziert IP-Geschäftsführer Krapf eine leicht positive Entwicklung. Jan Kühl, CEO von El Cartel Media, hält eine Umsatzveränderung von 0 bis -2 Prozent für realistisch. Uwe Becker, Media Director Unilever, wollte sich dagegen nicht festlegen: "Entscheidend ist, welche Wirtschaftsentwicklung wir erleben. Gibt es eine Erholung, dann ist ein Plus im Werbemarkt wahrscheinlich. Zieht aber die Auslandsnachfrage nicht an und wir erleben Entlassungen, dann wird es auch zu Kürzungen in den Mediabudgets kommen." cam
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