03.03.2008
Verlage
Pin verhagelt Springer-Bilanz
Das Desaster mit dem Briefzusteller Pin AG hat Axel Springer das Ergebnis verhagelt. Nach vorläufigen Angaben für das Geschäftsjahr 2007 weist das Verlagshaus in Berlin einen Verlust von 288 Millionen Euro aus. Im Vorjahr erzielte der Konzern noch einen Jahresüberschuss von 291 Millionen Euro.
Der Briefzusteller war Ende 2007 in die Insolvenz gegangen. Springer hatte jedoch erst im Juni vergangenen Jahres für rund 510 Millionen Euro die Mehrheit an Pin übernommen und musste nun Abschreibungen in Millionenhöhe vornehmen. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug minus 572 Millionen Euro.
Trotzdem konnte Springer das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) von 375 Millionen Euro im Jahr 2006 im vergangenen Jahr um 12,5 Prozent auf 422 Millionen Euro steigern. Der Umsatz nahm von 2,376 Milliarden Euro auf 2,578 Milliarden Euro zu - ein Plus von 8,5 Prozent.
Die endgültigen Ergebnisse präsentiert Springer am 12. März 2008 in Berlin.
- Medien 28. Januar 2008: Finanzinvestoren interessieren sich für insolvente Pin Group
- Medien 20. Dezember 2007: Sieben Pin-Gesellschafter melden Insolvenz an
- Medien 19. Dezember 2007: Springer erklärt Verhandlungen mit Pin Group endgültig für gescheitert
- Medien 18. Dezember 2007: Pin-Chef Günter Thiel erklärt Rücktritt
- Medien 17. Dezember 2007: Pin-Chef Thiel und Springer verhandeln über Zukunft des Postkonkurrenten
- Medien 14. Dezember 2007: Springer dreht Pin Group den Geldhahn zu
- Medien 12. Dezember 2007: Vorstandschef Thiel plant neues Gesellschaftermodell für die Pin Group
- Medien 10. Dezember 2007: Pin Group droht das Aus
- Medien 4. Dezember 2007: Pin Group kündigt Massenentlassungen an
- Medienhäuser: Axel Springer AG
Weitere Nachrichten aus Medien vom 03.03.2008:
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