18.12.2007
Pin Group
Pin-Chef Günter Thiel erklärt Rücktritt
Die Verhandlungen mit Günter Thiel über eine Komplett-Übernahme der Pin Group sind gescheitert, der Pin-Chef und Minderheitsgesellschafter hat daraufhin die Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt. Derzeit läuft eine Verwaltungsratsitzung, bei der über das weitere Vorgehen bereaten werden soll.
Thiel hatte den grünen Briefzustelldienst für einen symbolischen Preis von 1 Euro dem Mehrheitsgesellschafter Axel Springer abkaufen wollen, sein Angebot war bis gestern befristet.
In den Verhandlungen soll er zudem angeboten haben Pin-Schulden in Höhe von 200 Millionen Euro zu übernehmen sowie etwa 60 Millionen in das Unternehmen zu investieren, so Focus Online.
Wie die "SZ" am heutigen Dienstag meldet, sei der "Knackpunkt" der Verhandlungen ein so genannter Besserungsschein gewesen, bei dem Axel Springer nach einer Sanierung oder bei einem späteren Verkauf der Pin-Group noch Geld bekommen würde. Das Hamburger Medienhaus sei demnach zwischenzeitlich bereit gewesen, seine Anteile an der Pin Group abzugeben, wenn es dafür bis Ende 2015 insgesamt 30 Prozent der Gewinne oder 60 Prozent eines Verkaufserlöses bekommen würde.
Mit dem Rückzug Thiels wird eine Insolvenz des angeschlagenen Post-Konkurrenten immer wahrscheinlicher - sofern sich keine neuen Käufer finden. In der vergangenen Woche hatte der Bundestag die Einführung eines Mindestlohns in der Postbranche beschlossen, daraufhin hatte Axel Springer dem Unternehmen den Geldhahn zugedreht.
- Medien 17. Dezember 2007: Pin-Chef Thiel und Springer verhandeln über Zukunft des Postkonkurrenten
- Medien 14. Dezember 2007: Springer dreht Pin Group den Geldhahn zu
- Medien 12. Dezember 2007: Vorstandschef Thiel plant neues Gesellschaftermodell für die Pin Group
- Medien 10. Dezember 2007: Pin Group droht das Aus
- Medien 4. Dezember 2007: Pin Group kündigt Massenentlassungen an
- Medienhäuser: Axel Springer AG
Weitere Nachrichten aus Medien vom 18.12.2007:
Ufa gründet Label für Kinoproduktionen
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