Geschäftsmodelle
Paid Content auf dem Prüfstand: Expertentipps aus dem Ausland
Während deutsche Verlage auf der Suche nach Erlösen vor allem über Leistungsschutzrechte und Gema-Modelle diskutieren, konzentriert sich das Ausland einmal mehr auf Bezahlmodelle. Die US-Medienmanager Steven Brill (Court TV), Gordon Crovitz (Ex-Herausgeber des Wall Street Journal) und Experte Leo Hindery wollen mit Journalism Online und einem automatisierten System den Zugang zu Verlagsinhalten vermarkten.
Dabei wollen sie unter anderem Abos für den gebündelten Zugang zu verschiedenen Medien gleichzeitig anbieten. Hoffnung auf erfolgreichen Einsatz von Bezahlmodellen machen auch die Lösungen von FT.com und Wall Street Journal.
Die Tipps von Alan Murray in Kurzform:
- Hybrides Angebot: Eine Mischung aus kostenlosen Inhalten und Paid Content.- Keine Zahlschranken für exklusive Nachrichten. Andere Medien würden dann eben nur die Meldung kurz zitieren, weiterdrehen und den Traffic gewinnen.
- Keine Zahlschranken für populäre Inhalte, da diese Werberlöse bringen.
- Paid Content sollte für enge Zielgruppen und Nischen-Themen angeboten werden, die ein hohes Involvement der Nutzer erwarten lassen.
Weitere Informationen
Mehr zum Thema in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe vom 30. April 2009.
Das Modell von FT.com in Grundzügen:
- Unregistrierte Nutzer können innerhalb von 30 Tagen 3 Artikel kostenlos abrufen. Dabei sind grundsätzlich zunächst alle Artikel lesbar.- Nach dem dritten Artikel müssen sie sich registrieren, um weitere Artikel lesen zu können. Nach dem zehnten Artikel werden sie zu einem Zahl-Abo aufgefordert. Das bietet dann ungehinderten Zugang zum gesamten Content.
- Registrierte Nutzer erhalten zusätzlich News per Email und Zugang zum Portfolio.
- Zahlende Kunden können in einer Premium-Variante außerdem den Zugang zur sogenannten Lex Column mit weiteren Meinungen und Analysen sowie Mobil-Dienste nutzen. ork
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