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09.01.2009

Ostrowski stärkt Management von G+J den Rücken


Hartmut Ostrowski: "Keinerlei Anlass am G+J-Management zu zweifeln" 

Hartmut Ostrowski: "Keinerlei Anlass am G+J-Management zu zweifeln"

Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski hat auf den Brandbrief der Betriebsräte der Gruner + Jahr Wirtschaftsmedien in Köln und München geantwortet. In dem Schreiben, das er in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender von Gruner + Jahr unterzeichnet hat, zeigt Ostrowski "größtes Verständnis" für die Sorgen und Nöte der betroffenen Mitarbeiter, stärkt aber in erster Linie dem Management von G+J den Rücken.
 
Ostrowski: "Ich als als Aufsichtsratsvorsitzender aber auch die Gesellschafter insgesamt unterstützen unverändert diese Maßnahme, zu der es weiterhin keine Alternative gibt." Weiter heißt es: "Dass die Umsetzung einer solch tiefgreifenden Maßnahme nicht völlig reibungslos vonstatten geht, wird sich leider nicht vermeiden lassen." Zu dem Vorwurf des Betriebsrates, die Maßnahmen seien "handwerklich fehlerhaft orchestriert", schreibt Ostrowski, er habe "keinerlei Anlass, an der Kompetenz des gesamten Managements bei Gruner + Jahr zu zweifeln".
Der Betriebsrat hatte Ostrowski zu Beginn der Woche einen offenen Brief geschrieben, in dem die Entscheidung, die Gruner + Jahr Wirtschaftspresse in Hamburg zusammenzulegen, mit harschen Worten kritisiert wurde. dh
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Leser-Kommentare zu diesem Artikel (1)
Ulf J. Froitzheim sagte am 09.01.2009 um 18:09

Schade um die Magazine

Die Äußerungen des Aufsichtsratsvorsitzenden (wenn sie denn korrekt zitiert sind) lesen sich wie ein Geständnis, sein Unternehmen habe über viele Jahre hinweg Wirtschaftsjournalisten beschäftigt (und sie über Manager anderer Unternehmen schreiben lassen!), die über keinerlei Urteilsvermögen in Managementfragen verfügen. Schließlich zweifeln diese Leute doch ohne jeden Anlass an der Weisheit ihrer Chefs und bilden sich ein, ein Change Management könne völlig reibungslos über die Bühne gehen - ach nein, das war ja nur jene Mischung aus Zynismus und Polemik, die auf der Bertelsmann-Brücke offensichtlich als angemessener neuer Stil des Hauses gilt. Irgendwie erinnert mich dieses Eigentor an einen Herrn Lensing-Wolff. Ich erwarte ja gar nicht, dass der Vorstandschef die hehren Worte aus der CSR-Fabrlk der Bertelsmann-Stiftung alle liest. Aber kann man unrentable Zeitschriften nicht einfach einstellen, ohne auch noch seine Mitarbeiter öffentlich zu beleidigen und zu demütigen? Waren die Magazine bisher noch nicht todgeweiht, spätestens nach dieser Einlassung sind sie dem Exitus einen großen Schritt näher: Was in den vergangenen Wochen aus Hamburg und Gütersloh auf die Seiten von Horizont, Kress & Co. gedrungen ist, motiviert sicherlich niemanden mehr, die Magazine der bisher hoch angesehenen G+J-Wirtschaftspresse noch langfristig einzuplanen. Ich beneide die Anzeigenverkäufer dieser Objekte nicht um ihre Jobs.

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