28.04.2008
Verlagsmanager
Offener Kampf beim „Spiegel“: Gruner + Jahr will Mario Frank halten
Die Zeichen beim „Spiegel“ stehen auf Kampf: Gruner + Jahr, mit 25,5 Prozent Anteil Veto-berechtigter Minderheitsgesellschafter des Spiegel-Verlags, will sich dem Votum der Mitarbeiter KG entgegenstellen und Geschäftsführer Mario Frank, 49, im Amt halten.
„Der Spiegel ist unter der Leitung von Mario Frank im Verbund mit der neuen Chefredaktion sehr erfolgreich. Die Frage nach einem Wechsel in der Geschäftsführung des Spiegel stellt sich für G+J daher nicht“, teilte G+J-Vorstandschef Bernd Kundrun am Montag der dpa in Hamburg mit.
„Mario Frank genießt unser volles Vertrauen und steht in keiner Weise zur Disposition.“ Damit stehen die Zeichen in Hamburg nach dem öffentlich ausgetragenen Kampf um den Wechsel der Chefredaktion erneut auf Sturm: Zu erwarten ist nun eine Schlammschlacht zwischen Teilen des Hauptgesellschafters, der Mitarbeiter KG (50,5 Prozent), und G+J.
Frank hat sich offenbar entschlossen, um seinen Posten zu kämpfen, und G+J geht es vermutlich auch darum, der selbstbewussten – und möglicherweise nur scheinbar geschlossenen - Mitarbeiter KG die Stirn zu zeigen. Die Mitarbeiter KG hatte Frank Ende vergangener Woche das Vertrauen entzogen.
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HORIZONT 48/2008 vom 27.11.2008
Das Top-Thema der Woche: Zur Zentralisierung sah Gruner + Jahr keine Alternative. Experten warnen hingegen vor Verwässerung der Marken.
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