30.01.2008
Mediasystem
OWM-Vorstoß verärgert TV-Vermarkter und Agenturen
Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) sorgt für neuen Zündstoff in der Mediadebatte. Via Pressemitteilung hatten die Kunden Agenturen und Medien dazu aufgefordert, "in einem konstruktiven Dialog ein transparentes Mediasystem zu erarbeiten, das auch langfristig Bestand haben wird".
Kurz zuvor ergingen Einladungen an die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG), den Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), die TV-Vermarkter IP Deutschland und Seven-One Media sowie Group M zu einem Roundtable oder bilateralen Gesprächen.
Bei den Marktpartnern stößt das Vorgehen auf Unverständnis - auch deshalb, weil sich die OWM erneut auf den Code of Conduct "für transparente und saubere Abläufe im Mediageschäft" beruft. OMG-Sprecher Hans Kratz ist verärgert: "Wer über den Code of Conduct spricht, der muss auch über dessen zweiten Teil reden - die adäquate Honorierung von Agenturleistungen." Und hier sei die Situation schlechter denn je.
TV-Vermarkter fühlen sich ebenfalls düpiert, denn die OWM nimmt sich in ihrer Stellungnahme auch die neuen Angebotsmodelle von Seven-One Media und IP Deutschland vor. Die befragten Mitgliedsunternehmen hielten die Modelle für "intransparent, unflexibel und viel zu komplex".
Die Pauschalkritik will IP-Geschäftsführer Martin Krapf nicht auf sich sitzen lassen. Die Kunden seien von Anfang an in die Entwicklung des neuen Angebotsmodells einbezogen worden. Das IP-System biete eine Variante, die exakt der OWM-Forderung nach Transparenz entspreche. Doch die Resonanz sei verhalten. "Die Möglichkeit, einen Direktkundenvertrag mit uns abzuschließen, wird von den Werbungtreibenden nicht in dem Maße genutzt, wie die offizielle Verlautbarung der OWM vermuten ließe", erklärt Krapf. Bei Seven-One Media ist man ebenfalls verwundert. he/mam
Mehr zum Thema in HORIZONT-Ausgabe 5/2007, die am 31. Januar erscheint.
- Marketing 28. Januar 2008: "Intransparent und unflexibel": OWM kritisiert neue Vergütungsmodelle der TV-Vermarkter
- Medien 10. Januar 2008: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Krapf und Christmann
- Medien 28. November 2007: Kartellstrafe belastet Ergebnis von Pro Sieben Sat 1
- Medien 21. November 2007: Naturalspots für Agenturen: Seven-One Media reagiert auf den Druck des Marktes
- Medien 8. November 2007: Seven-One Media bessert Rabattmodell nach
- Medien 1. November 2007: Seven-One-Chef Michael Krautwald: "Für endgültige Aussagen ist es noch zu früh"
- Medien 25. Oktober 2007: Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Christmann greift Rabattmodell der Konkurrenz an
- Medien 18. Oktober 2007: Mediasystem: IP Deutschland kommt Agenturen mit neuem Vermarktungsmodell entgegen
- Medien 16. Oktober 2007: Trotz neuer Media-Modelle: Pro Sieben Sat 1 erwartet stabile Werbemarktanteile
- Medien 11. Oktober 2007: Seven-One Media stellt neues Rabatt- und Honorierungsmodell vor
- Medien 5. Oktober 2007: Kartellamt greift durch: TV-Vermarkter müssen hohes Bußgeld für unerlaubte Rabattpolitik zahlen
- Medien 9. August 2007: IP und Seven-One schlagen neue Geschäftsmodelle für den TV-Markt vor
- Medien 20. Juni 2007: Kartellamt ermittelt gegen TV-Vermarkter
Weitere Nachrichten aus Medien vom 30.01.2008:
Tinte ist trocken: G+J kauft die „FTD“ komplett
JC Decaux wächst 2007 weiter
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Blog-Verkauf: Interesse lahmt
Morgen naht der Tag der Wahrheit. Dann will Deutschlands Top-Blogger Robert Basic seinen Blog basicthinking.de verkaufen und bei Ebay versteigern. Startpreis vermutlich bei 30.000 Euro. Obs klappt: Bei einem Voting im Horizont-Blog würden derzeit 51 Prozent nicht mehr als 10.000 Euro zahlen wollen. 12 Prozent meinen, der Blog Basicthinking.de, meistverlinkter Blog Deutschlands, sei über 50.000 Euro wert. Viel Glück, Robert.
Morgen naht der Tag der Wahrheit. Dann will Deutschlands Top-Blogger Robert Basic seinen Blog basicthinking.de verkaufen und bei Ebay versteigern. Startpreis vermutlich bei 30.000 Euro. Obs klappt: Bei einem Voting im Horizont-Blog würden derzeit 51 Prozent nicht mehr als 10.000 Euro zahlen wollen. 12 Prozent meinen, der Blog Basicthinking.de, meistverlinkter Blog Deutschlands, sei über 50.000 Euro wert. Viel Glück, Robert.










