Studie
19.12.2012
Nutzer sind Paid Content gegenüber aufgeschlossen
Gute Nachrichten für Verlage: Viele Nutzer sind Bezahlmodellen für journalistische Inhalte im Internet gegenüber aufgeschlossen. Allerdings wünschen sich die Leser im Netz deutlich mehr Flexibilität als das in der Print-Welt übliche Monats-Abonnement.
Gut 40 Prozent aller Bundesbürger (38 Prozent) sind der Meinung, das redaktionelle Inhalte im Internet künftig bezahlt werden sollten. Allerdings fordern 57 Prozent dafür einen erkennbaren Mehrwert im Vergleich zu anderen Publikationen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Beratungsunternehmens Lischke Consulting unter 1000 Bundesbürgern hervor.
"Die Ergebnisse der Umfrage zeigen überraschend deutlich, dass viele Leser in Deutschland bereits heute für neue Bezahl-Modelle im Online-Journalismus zugänglich sind", sagt Christoph Hüning, Medienexperte bei Lischke Consulting. "Dreh- und Angelpunkt in diesem Strukturwandel ist allerdings ein Geschäftsmodell, das mit überzeugenden Argumenten an die Stelle der von den Lesern gewohnten 'Kostenlos-Kultur' von Online-Angeboten tritt. Die Redaktionen sollten sich mit dieser Zielrichtung darauf konzentrieren, unverwechselbare Inhalte zu schaffen, die sich auch bei Auswahl und Aufbereitung der Themen eng an den neuen Lesegewohnheiten der Zielgruppen orientieren. Nur so ist es möglich, dass Medienhäuser online neue Umsatzpotenziale heben können", so die Schlussfolgerung von Hüning. dh
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