GEZ-Gebühren
10.02.2010
Negativ-Presse zum KEF-Bericht: ARD holt zum Gegenschlag aus
Die ARD wehrt sich gegen die Negativ-Presse im Zusammenhang mit dem aktuellen Bericht der KEF, der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs. Hintergrund: In ihrem turnusgemäßen Zwischenbericht schlüsselte die Gebührenkommission die Ausgaben der öffentlich-rechtlichen Sender auf und kritisierte dabei die mangelnden Sparanstrengungen von ARD und ZDF. Zahlreiche Zeitungen, allen voran "Bild", haben dies thematisiert und die vermeintlichen Gebührenverschwender angeprangert.
Nun schießt die ARD zurück. "Wer den KEF-Bericht liest, kommt zu dem Ergebnis, dass Sparanstrengungen in der ARD längst Realität sind und die KEF diese auch anerkennt. Die interessengesteuerte Skandalisierung einzeln herausgegriffener Punkt zeigt jedoch, dass ein Teil der Presse jeden Anschein eines fairen Umgangs mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk endgültig aufgegeben hat", sagte der ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust bei einer Sitzung der Intendanten in Saarbrücken. Seit Jahren baue die ARD kontinuierlich feste Stellen ab. So werde es 2012 rund 4000 weniger Festangestellte geben als 1993.
Darüber hinaus hatte beispielsweise die "Bild"-Zeitung angemahnt, dass die Kosten für die Talkshow "Anne Will" pro Sendeminute rund 3000 Euro betragen, während "Menschen bei Maischberger nur die Hälfte kostet. Dagegen wettert die ARD: "Niemand käme auf die Idee, ein Ranking der Zeilen- und Produktionskosten bei Zeitungs- und Zeitschriftentiteln aufzustellen." Zudem sei ein direkter Vergleich der Format nicht möglich, da Programmkonzepte und Produktionsbedingungen zu unterschiedlich seien. bn
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