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02.05.2008

Mobiles Fernsehen Deutschland gibt DMB-Lizenz zurück


DLM-Vorsitzender Thomas Langheinrich zieht negative Bilanz 

DLM-Vorsitzender Thomas Langheinrich zieht negative Bilanz

Der Handy-TV-Standard DMB ist gescheitert. Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) hat seine Lizenzen für die Verbreitung von mobilem Fernsehen im Standard DMB (Digital Multimedia Broadcasting) zurückgegeben. In einem Schreiben an die Landesmedienanstalten hat das Unternehmen mitgeteilt, die Verbreitung von Pro Sieben Sat 1 Mobile und MTV Mobile einzustellen.
 
"Leider konnte sich das DMB-Format bei den Kunden nicht durchsetzen", bilanziert Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM): "Die Erwartungen haben sich nicht erfüllt."
 
Nun ruhen die Hoffnungen auf dem Standard DVB-H (Digital Video Broadcasting for Handhelds), der auch von der EU favorisiert wird. Aber auch die Einführung von Handy-TV im Standard DVB-H kommt nur mühsam voran. Zur Fußball-Europameisterschaft, die am 7. Juni beginnt, wird das Angebot des Plattformbetreibers Mobile 3.0 lediglich in vier Großstädten starten. Mobile 3.0 ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) und Neva Media, an dem auch die Verlage Holtzbrinck und Hubert Burda Media beteiligt sind.
 
Der Vertrag zwischen Mobile 3.0 und der Telekom-Tochter T-Systems Media & Broadcast, die die Sendenetze aufbaut, wurde erst vergangene Woche unterzeichnet. Dazu kommt, dass ARD und ZDF das Frequenzzuteilungsverfahren bei den zuständigen Staatskanzleien der Länder blockiert hatten. Der Grund: Die Öffentlich-Rechtlichen hatten Angst, im Falle eines möglichen Kapazitätsausbaus zu kurz zu kommen.
 
Ein viel größeres Problem stellt jedoch die Versorgung mit DVB-H-fähigen Endgeräten dar. Bislang sind geeignete Mobiltelefone Mangelware. Dafür vertreiben T-Mobile und Vodafone ab Mai Handys für den Konkurrenzstandard DVB-T. Die Mobilfunkbetreiber hatten bei der Vergabe der DVB-H-Frequenzen an Mobile 3.0 den kürzeren gezogen. dh
 

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