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21.01.2009

Deutscher Medienkongress

Medienkongress: Mediaexperten erwarten 2009 harten Einbruch im Werbemarkt


Prominent besetztes Podium 

Prominent besetztes Podium

Viel wird in deutschen Medienhäusern derzeit darüber gerätselt, wie sich die Nachfrage auf dem deutschen Werbemarkt im Verlauf des Jahres entwickeln wird. Auf dem 1. Deutschen Medienkongress gaben prominente Mediaexperten am Mittwoch ihre Prognose ab – und sie fällt düsterer aus, als von Beobachtern befürchtet.
 
Mit einem Netto-Minus von 10 bis 20 Prozent rechnet etwa Marianne Dölz, Vorsitzende der Geschäftsführung bei Initiative Media in Hamburg. "Jeder, der glaubt, das Jahr wird besser laufen, dürfte in einigen Monaten eines Besseren belehrt werden", so Dölz auf dem Podium des Congress-Centers der Mese Frankfurt.
Mindshare-Chairman Paul Vogler schloss sich dieser Vorhersage an – und wurde sogar noch konkreter: Nach seiner Prognose wird das Werbevolumen bei Print um 15 Prozent schrumpfen, TV muss mit einem Minus von 10 Prozent rechnen. "Die beiden großen Mediengattungen werden bluten“, prognostiziert Vogler.
 
Gute Wachstumsaussichten sieht Vogler für die Online-Werbung – aber Radio und Plakat könnten zulegen, wenn taktische Kampagnen aufgrund der steigenden Kaufzurückhaltung relevanter werden, so der Mediaplaner.
 
Print dürfte unter den knapper werdenden Etats 2009 besonders leiden, glaubt auch manch ein Werbungtreibender. "Wenn ein Unternehmen angesichts gekürzter Budgets die Wahl hat, ob es eine Marke mit einem Mediamix bewirbt oder zwei Marken mono-medial – dann wird es sich im Zweifel für die zweite Variante entscheiden“, sagte Unilever-Mediachef Uwe Becker auf dem Podium in Frankfurt. Für Becker die Konsequenz: "Im Mediamix verliert das Ergänzungsmedium Print dann gegen TV“. Mediaplaner Vogler glaubt deshalb an eine Marktbereinigung im Printsektor: „Es werden noch einige Titel über die Wupper gehen, die niemand braucht“. jh
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