Mobiles Fernsehen
07.05.2008
Massenwirksamer Handy-TV-Start zur EM platzt
Mobile 3.0 wird zum Start der Fußball-Europameisterschaft Anfang Juni nicht in der Lage sein, flächendeckend mit der Übertragung im DVB-H-Standard zu starten. Grund dafür sind die immer noch fehlenden Lizenzen, die die Landesmedienanstalten dem Joint Venture von MFD Mobiles Fernsehen und Paulus Neefs Neva Media für die mobile Übertragung auf Handys ausstellen müssen.
"Die Lizenzen sind die Grundlage für die Investition von dreistelligen Milllionen-Euro-Beträgen. Ohne die Lizenzen kann der Betrag nicht ausgegeben werden", sagte MFD-Geschäftsführer Henrik Rinnert heute auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland in Leipzig. "Ich befürchte, der Fan wird die EM nicht übers Handy sehen." Bislang liegen dem Konsortium, das bereits vergangenes Jahr den Zuschlag für die mobile Verbreitung der Europameisterschaft erhalten hatte, erst von 5 der 14 Landesmedienanstalten Lizenzen vor. Selbst wenn die übrigen Lizenzen noch kurzfristig kämen, sei ein Vorlauf von vier Wochen, zu kurz, um einen kommerziellen Start im großen Stil vorzubereiten, so Rinnert. Das Marketing und weitere Vertriebsaktivitäten müssten gut geplant sein. Stattdessen soll es nun einen "Soft-Launch" geben. Ausgewählte Nutzer können das Programm empfangen. "Dafür braucht man nur Masten und Geräte", so Rinnert.
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