Hörfunk-Reichweiten
06.03.2013
MA 2013 Radio I: Mandantenwechsel schlägt sich in Reichweiten der Vermarkter nieder

Die Agma hat die Reichweiten der Radiosender veröffentlicht
Die Reichweite des werbevermarkteten Hörfunks ist leicht zurückgegangen. Laut der neuen MA 2013 Radio I, die die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) am Mittwoch dieser Woche veröffentlichte, sank die Radioreichweite in einer durchschnittlichen Stunde (Bevölkerung ab 10 Jahren, montags bis freitags 6 bis 18 Uhr) auf Nettobasis um 84.000 Hörer auf nun 20,2 Millionen Personen. Auf Senderebene gehören vor allem die Öffentlich-Rechtlichen zu den Gewinnern.
Dabei legte die Reichweite des Privatsender-Vermarkters RMS deutlich zu – von 9,3 Millionen (MA 2012 Radio II) auf jetzt 10,3 Millionen Hörer netto. Entsprechend sank die Reichweite des großen Wettbewerbers ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) Radio von 11,9 Millionen auf 11,2 Millionen Hörer netto. Dies hat allerdings einen einfachen Grund: Zum 1. Januar 2013 waren neun Privatradio-Mandanten von AS&S zu RMS gewechselt (Horizont 27/2012). Betrachtet man die um diesen Effekt bereinigten Werte, konnte sich AS&S ausgehend von der Basis von 11,1 Millionen Hörern netto zuletzt leicht steigern, während RMS von der Basis von 10,5 Millionen Hörern organisch leicht schrumpfte.
Größter Einzelsender ist nach wie vor Antenne Bayern mit 1,3 Millionen Hörern pro Stunde (minus 21.000), nur das Lokalsender-Konglomerat Radio NRW erreicht mehr Menschen: 1,7 Millionen, ohne nennenswerte Veränderung. Die Sender mit den größten Zugewinnen sind NDR 2 und MDR 1 Radio Sachsen, die mit den größten Verlusten BB Radio und SWR 1 RP. rp
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