Lead Awards
01.04.2009
Lead Awards Symposium: "Page Impressions sind tot"
Das Umdenken bei Content-Erstellung und -Vermarktung im Netz geht Onlinern noch nicht weit genug: "Viele Verlage haben erst jetzt gemerkt, dass sie ihre klassischen Geschäftsmodelle komplett umkrempeln müssen", sagt Arndt Groth, BVDW-Präsident und President Europe von Adconion, beim Roundtable des Lead Awards Symposiums 2009 in Hamburg.
Von den Juroren für mangelnde Kreativität ("zu viele gleiche Verlagswebsites") kritisiert, diskutierten Online-Experten die Frage, wie es Medienunternehmen gelingt, aus ihrem journalistischen Know-how Wertschöpfung zu generieren. Auch wenn es oft noch "lousy pennies" (Hubert Burda) sind, die im Web verdient werden, können sich Medienhäuser über Werbeerlöse, E-Commerce und Paid-Services im Web refinanzieren, meinen die Diskutanten. Allerdings würden Online-Werbeerlöse nicht die wegbrechenden Printwerbeerlöse kompensieren, sagt Focus-Online-Chefredakteur Jochen Wegner.
Auch die Printverantwortlichen suchen nach Wachstumsmöglichkeiten in der Krise. "Zu sagen, Print ist halbtot, halte ich genau für den falschen Reflex in der Krise", sagt "Stern"-Chefredakteur Andreas Petzold. Besonders "Neon" verkaufe sich nach wie vor sehr erfolgreich. Ein großer Zukunftsmarkt ist nach Meinung der Diskutanten auch der Bereich Corporate Publishing. Petzold: "Hier kann man sich noch die ein oder andere gute Idee abschauen."
Am heutigen Abend werden die Gewinner der Lead Awards in fünf Hauptkategorien bekannt begeben. In der Königsklasse "Lead Magazin des Jahres" sind "Brand Eins", "Stern" und das "Zeit Magazin" nominiert. se
Wer gewonnen hat, erfahren Sie heute abend ab 22.00 Uhr auf HORIZONT.NET.
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