02.07.2008
Landesmedienanstalten vergeben DVB-T-Frequenzen für Breitband-Internet
Die Landesmedienanstalten wollen DVB-T-Frequenzen, die ursprünglich für die Privatsender vorgesehen waren, für Breitband-Internet nutzen. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll noch in diesem Jahr in Brandenburg starten.
"Die Digitalisierung bietet für Rundfunk und Breitband-Internet gleichermaßen neue Entwicklungsmöglichkeiten", sagt Thomas Langheinrich, Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). "Es gilt, das sich bietende Zeitfenster zu nutzen und die Rahmenbedingungen aktiv zu gestalten." Da derzeit "wenig darauf hindeutet", dass Privatsender ihre DVB-T-Aktivitäten über die Ballungsräume hinweg ausweiten wollen, sei das dafür vorgesehene Frequenzband "eine interessante Option für die Nutzung mit breitbandigem Internet."
Dass die zugkräftigen Privatsender ihr Engagement für den digital-terrestrischen Standard weiter ausbauen, ist aufgrund hoher Übertragungskosten nicht in Sicht. Tobias Schmid, Bereichsleiter Medienpolitik bei RTL, erklärt: "Wir können nur wirtschaftlich sinnhafte Ballungsraumversorgungen in Erwägung ziehen." np
Mehr zu DVB-T lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 27/2008, die am Donnerstag, 3. Juli erscheint.
Maik Henkel sagte am 02.07.2008 um 16:00
Mehr ist nötig!
Ein guter und notweniger Ansatz. Wenn es tatsächlich nicht wieder so ein Buzz ist wie bei Wimax, sondern tatsächlich den Bedarf in unversorgten und nur sehr kostspielig zu erschließenden Gegenden abzudecken in der Lage ist. Bislang weiß das keiner, nirgends läuft schon Breitband über TV-Frequenzen im Live-Betrieb. Auch Technologie gibt es nur als Prototyp. Also ist es vor allem Hoffnung, die damit verknüpft ist. Wissen muss man aber, wo Breitbandbedarf herrscht. Und das kann schon heute ermittelt werden. Mit dem Schmalbandatlas (www.schmalbandatlas.de) der Interessengemeinschaft kein-DSL (www.kein-dsl.de). Nachfrage und Bandbreitenwunsch notieren!Weitere Nachrichten aus Medien vom 02.07.2008:
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