18.02.2010
Kurierverlag will nach Sanierung 7 Millionen Euro investieren
Der Kurierverlag in Neubrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, will allein in diesem Jahr 7 Millionen Euro investieren. Das Geld soll unter anderem in den Onlineauftritt des "Nordkurier" fließen. Ziel ist es, das Angebot an Bewegtbildinhalten auszubauen und die Website stärker mit Web-2.0-Elementen anzureichern. Zudem investiert der Verlag in ein medienneutrales Redaktionssystem, seine Beteiligung am Radiosender Antenne MV und das Anzeigenblatt "Mecklenburger Blitz".
Diesem Investitionsprogramm sind tief greifende Umbaumaßnahmen vorangegangen. Der Bereich Anzeigensatz wird in Zukunft von einem externen Dienstleister betreut. Die 37 Mitarbeiter wurden entlassen. Zudem hat der "Nordkurier" die eigene Mantelredaktion abgeschafft. Die überregionalen Beiträge liefert die Firma MVM, die der Kurierverlag gemeinsam mit der "Schweriner Volkszeitung" betreibt. Die Redakteure wurden nicht entlassen, sondern in den Lokalredaktionen weiterbeschäftigt. Darüber hinaus gab es Umbauarbeiten in der Verwaltung.
Der Verlagsgeschäftsführer betont, dass es bei den Sanierungsarbeiten nicht allein darum gegangen ist, zu sparen. Vielmehr sollte das Unternehmen für die Zukunft gerüstet werden. Als Beleg nennt Schumacher die aktuellen Mitarbeiterzahlen. So ist die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Holding und den hundertprozentigen Tochterfirmen auf rund 2500 angewachsen - das sind 150 mehr als vor der Sanierung. Insbesondere die Bereiche Multimedia und Postlogistik wurden personell aufgestockt. bn
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