Fußball-Rechte
28.07.2008
Kirch-Mann Hahn kritisiert Kartellamt
Scharfe Worte findet Kirch-Mann Dieter Hahn für die Entscheidung des Kartellamts, die Free-TV-Ausstrahlung von Bundesliga-Spielen samstags vor 20 Uhr zu fordern. "Das ist kein rechtsstaatlich angemessenes Verfahren, sondern pure Interessenspolitik zugunsten der ARD", kritisiert Hahn die Behördenentscheidung im "Spiegel".
Vergangenen Donnerstag hatte die Bonner Behörde das ursprünglich geplante Modell der Deutschen Fußball Liga (DFL) abgelehnt, das eine zentrale Vermarktung der Übertragungsrechte durch Sirius, der Agentur des Medienmoguls Leo Kirch, vorsieht. De facto würde eine Umsetzung der Kartellamtsforderung eine Begünstigung der ARD-"Sportschau" bedeuten - eine Variante, die Kirch-Mann Hahn derzeit ablehnt.
Der Manager lässt jedoch offen, wie die nächsten Schritte aussehen. "Noch hat das Amt nichts untersagt, sondern nur eine Empfehlung geäußert. (...) Ohne formelle Untersagung kann man gegen willkürliche Entscheidungen des Kartellamts wohl auch nicht juristisch vorgehen", sagt er dem Nachrichtenmagazin.
Unterdessen hat der "Focus" erfahren, dass der Medienunternehmer Rupert Murdoch nun den Einstieg ins deutsche Fußball-TV-Geschäft erwägt. Geprüft werde, ein Gebot von 450 Millionen Euro pro Saison für das komplette Rechtepaket abzugeben. Über sein Unternehmen News Corp. hält Murdoch bereits 25 Prozent am Pay-TV-Sender Premiere.
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