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12.08.2008

Lesegewohnheiten

von Silja Elfers,
Redakteurin Ressort Medien

Kids VA: Kinder lesen wieder mehr Zeitschriften


Kinder nehmen sich nicht nur Zeit fürs Internet 

Kinder nehmen sich nicht nur Zeit fürs Internet

Rund vier Millionen Kinder lesen regelmäßig Zeitschriften - das sind 110.000 Leser mehr als im Vorjahr. Die Nettoreichweite steigt damit auf 70 Prozent. "Micky Maus Magazin" (11,2 Prozent), "Disney Lustiges Taschenbuch" (6,3) und "Geolino" (5,7) sind die reichweitenstärksten Titel der Kids Verbraucher Analyse (KidsVA).
 
Die Markt-Media-Studie wird vom Egmont Ehapa Verlag herausgegeben und liefert Informationen zum Medien- und Konsumverhalten der Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 13 Jahren. Befragt wurden in einer repräsentativen Stichprobe 1631 Kinder und jeweils ein Erziehungsberechtigter zu insgesamt 40 Zeitschriften.
 
Zum Vergrößern klicken! (Weitere Charts gibt es im Kasten unter  

Zum Vergrößern klicken! (Weitere Charts gibt es im Kasten unter "Marktdaten")

  Die Präferenzen der Jungen und Mädchen sind klar verteilt: So sind die Top-3-Titel der Mädchen "Barbie" (11,2 Prozent Reichweite), "Wendy" (10,2) und "Girlfriends" (8,5), bei den Jungs führen "Micky Maus Magazin" (15,9), "Disney Lustiges Taschenbuch" (9,2) und "Sponge Bob" (7,9) die Hitliste an.
 
Eine deutliche Mehrheit der jungen Leser (63 Prozent) findet, dass Werbung in Magazinen sehr gut ankommt. Das sind fünf Prozent mehr als im Jahr 2006. Die höchsten Akzeptanzwerte hat allerdings das Fernsehen mit 71 Prozent Zustimmung, was ebenfalls einer 5-prozentigen Steigerung entspricht. Allerdings findet jedes zweite Kind Werbung "oft langweilig" und "zu wenig für uns Kinder gemacht".
 
Die Studie bestätigt zudem, dass der Umgang mit dem PC schon in jungen Jahren immer selbstverständlicher wird: Über 70 Prozent der Kinder geben inzwischen an, in ihrer Freizeit zumindest ab und zu vor dem Computer zu sitzen. 3,1 Millionen Kinder, das sind über die Hälfte der 6- bis 13-Jährigen, gehen inzwischen außerdem ins Internet.
 
Die Analyse weist zudem auf eine "digitalen Einkommensschere" hin: In Haushalten mit einem Netto-Einkommen von über 3500 Euro ist die Handy-, Internet- und PC-Nutzung deutlich höher als bei Haushalten mit einem Nettoeinkommen von unter 1500 Euro.
 
Ingo Höhn, Geschäftsleiter Anzeigen beim Egmont Ehapa Verlag: "Obwohl die elektronischen Medien an Bedeutung gewinnen, konnten auch die Kinderzeitschriften wiederum zusätzliche junge Leser gewinnen."

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