Traditionstitel
05.10.2009
Keine Mode für Haut und Knochen: "Brigitte" verbannt Mager-Models
Die "größte redaktionelle Revolution ihrer Geschichte" kündigte Gruner + Jahrs Frauenzeitschrift "Brigitte" vor knapp zwei Wochen an. Die Branche rätselte. Nachfragen zwecklos. Auf einer Pressekonferenz am heutigen Montagmittag, kurz vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls, wollte man die Welt aufklären. Doch nun hat das "Brigitte"-Team bereits vorzeitig das große Geheimnis gelüftet, mit einer Geschichte im "Spiegel": Im kommenden Jahr wird es in "Brigitte" keine Modestrecken mehr mit mageren Profi-Models geben!
Damit, erklärt "Brigitte"-Chefredakteur Andreas Lebert, wolle man nicht nur ein Zeichen gegen den Diätwahn setzen, sondern auch zeitgemäßer mit den Themen Mode und Beauty umgehen. Und „den gesamten Frauenzeitschriftenmarkt aufrütteln". Die Magazine müssten sich der Lebenswirklichkeit ihrer Leserinnen annähern, dann dürften ihre Auflagen auch wieder steigen. „Brigitte" jedenfalls möchte künftig erreichbare Schönheitsideale vermitteln. Zugleich will Lebert der Alters- und Gewichtsentwicklung seiner Zielgruppe Tribut zollen: Die „Brigitte"-Leserin sei im Schnitt 48 Jahre alt, und sie werfe als Durchschnittsfrau 23 Prozent mehr Pfunde in die Waagschale als die aktuelle junge Model-Generation.
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