24.07.2008
Fußball-Rechte
Kartellamt verbietet Zentralvermarktung der Bundesliga mit Kirch
Entscheidung gefallen: Das Bundeskartellamt erteilt dem von der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Kirch-Vermarkter Sirius vereinbarten Zentralvermarktungsmodell der Bundesliga eine Absage. Wie die Bonner Behörde heute mitgeteilt hat, hält sie die Zentralvermarktung zwar grundsätzlich für zulässig. Das aktuelle Modell von DFL und Sirius sei jedoch kartellrechtlich nicht rechtens.
"Nüchtern betrachtet handelt es sich bei der Zentralvermarktung um eine Kartellvereinbarung", begründet Behördenpräsident Bernhard Heitzer die Entscheidung.
Das Kartellamt geht in ihrer Begründung davon aus, dass sich die Bedingungen für Zuschauer und Sender deutlich verschlechtern würden. Eine zeitnahe Highlight-Berichterstattung am Hauptspieltag, dem Samstag, würde zugunsten höherer Einnahmen aus dem Pay-TV geopfert, so die Begründung. Heitzer: "Für die Eliminierung der zeitnahen Free-TV-Konkurrenz sollten die Erwerber der Pay-TV-Rechte kräftig zur Kasse gebeten und die Mehrkosten über die Pay-TV-Einnahmen refinanziert werden."
Die Liga wollte die Lizenzen für die Spielsaison ab 2009/10 zentral an Kirch vergeben. Der Unternehmer hatte den Klubs dafür pro Saison eine halbe Milliarde Euro Einnahmen garantiert. Der Deal dürfte nun platzen. Für DFL-Vorstand Christian Seifert ein herber Verlust. Eine deutliche Steigerung der Einnahmen von derzeit rund 420 Millionen - und damit mehr Geld für Stadienausbau und den Einkauf von Top-Spielern - ist damit kaum noch in Sicht.
- Medien 24. Juli 2008: Kartellamt bleibt bei Bundesliga hart
- Medien 23. Juli 2008: Spitzengespräch von DFL und Kartellamt ohne Ergebnis
- Medien 21. Juli 2008: Bundesliga: Kirch-Deal könnte doch noch platzen
- Medien 17. Juli 2008: Bundeskartellamt legt Zwischenbericht zur Bundesliga-Vermarktung vor
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Entscheidung am PoS
Ausgerechnet ein Spezialist für Werbung am PoS relativiert die goldene Regel, nach der 70 Prozent der Kaufentscheidungen dort fallen. Global kehrt Ogilvy Action die Formel um. Hierzulande greifen 38 Prozent der Shopper spontan zu.
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Off the record
Bayern München führt bei Twitter
Beim Microblogging-Dienst Twitter sind auch bereits einige Bundesliga-Vereine mit einem Twitter-Account vertreten. Bayern München belegt dabei den Spitzenplatz mit den meisten Followern (Fans) aller Bundesliga-Clubs. Auf Platz 2 folgt Hannover 96 vor Schalke 04. Die Bundesliga-Mannschaften twittern aber in der Regel nicht selbst. Stattdessen twittern die Fans unter dem Logo ihres Clubs.
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HORIZONT Print
HORIZONT 36/2008 vom 04.09.2008
Das Top-Thema der Woche: Boris Schramm, Managing Director bei Group M und damit einer der einflussreichsten Mediaplaner der Republik, geht auf Konfrontationskurs zu Verlagen, die mit Pocketausgaben, Bundles und anderen Maßnahmen gegen den allgemeinen Auflagenrückgang ankämpfen.
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