12.10.2007
Kartellamt überprüft Kirch-Vertrag mit der DFL
Das Bundeskartellamt will den am Dienstag geschlossenen Vermarktungsvertrag zwischen Leo Kirch und und der Deutschen Fußball-Liga prüfen. "Wir gehen davon aus, dass Gemeinschaftsunternehmen von Kirch und DFL bei uns angemeldet werden", sagte eine Sprecherin des Kartellamtes gegenüber der "FAZ". Die gemeinsame Produktionsgesellschaft unterliege der Fusionskontrolle. Das Kartellamt werde auch über den wettbewerbskonformen Verkauf der Bundesliga-Rechte wachen, sagte die Sprecherin weiter. Gespräche zwischen beiden Seiten wurden geführt, der Vertrag müsse aber noch eingereicht werden. "Wir werden einen diskriminierungsfreien Ablauf sicherstellen", betonte ein Kirch-Sprecher.
Der Programmdirektor der ARD, Günter Struve, ist unterdessen weiter optimistisch, was die Zukunft der "Sportschau" anbelangt: "Die Überlebenschance der Sportschau ist sehr groß, denn eine attraktive und erfolgreiche Fußball-Bundesliga braucht auch in Zukunft ein Millionenpublikum, das sich Pay-TV nicht leisten kann oder will", sagte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Struve lehnt einen Sendetermin nach 20 Uhr entschieden ab.
Der Pay-TV-Anbieter Premiere sieht der Zeit nach 2008 weniger entspannt entgegen. Vorstandschef Michael Börnicke will für fertig produzierte Beiträge nicht den gleichen Preis oder sogar mehr bezahlen. "Im Grundsatz ist das für uns nicht akzeptabel" sagte Börnicke der "FAZ": "Wenn wir das von der DFL produzierte Material übernehmen müssten, könnten wir deutlich weniger bieten." dh
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