04.09.2008
Relaunch
JDB-Gruppe trimmt Sex-Magazin "St. Pauli Nachrichten" auf Lifestyle
Ein Schmuddelblatt wagt den Stellungswechsel: Die "St. Pauli Nachrichten", jene legendäre ehemalige Sponti- und heutige Sex-Postille, stehen vor der Neuerfindung. Verantwortlich ist die Hamburger JDB-Gruppe, die bisher mit Corporate Publishing, PR und der Produktion von Special-Interest-Titeln ("DVD Magazin") unterwegs ist. Ende dieser Woche startet JDB mit der Vermarktung des Heftes.
Die "St. Pauli Nachrichten" kommen künftig als Mischung aus Lifestyle-, Szene- und Stadtmagazin daher. Der Inhalt: Portraits über Prominente mit Faible fürs Vergnügungsviertel, Interviews mit Kiez-Originalen, Nutzwert fürs Nachtleben, Produktpräsentationen, erotische Fotostrecken. "Das Heft soll das ,Lebensgefühl St. Pauli` widerspiegeln - mal schick, mal schräg, ästhetisch und kreativ, mit einem Schuss Frivolität und Dreistigkeit", sagt JDB-Chef Jens de Buhr. Zielgruppe sind "lust- und genussorientierte" Frauen und - vor allem - Männer zwischen 20 und 40 Jahren, sowohl Touristen als auch Hamburger. Dass sich das Interesse auf die Hansestadt beschränkt, glaubt de Buhr nicht. "Die Marke St. Pauli und die Faszination des Kiez' setzen bundesweit Trends."
Das erste Heft (Druckauflage: 100.000 Stück) kommt Mitte November an norddeutsche Kioske und bundesweit in den Bahnhofsbuchhandel (Copypreis: 3,50 Euro). Eine Anzeigenseite kostet 6600 Euro. Ab Februar 2009 sollen die neuen "St. Pauli Nachrichten" alle zwei Monate erscheinen. Zuvor hatte sich JDB die Namensrechte gesichert. Geschäftspartner ist die Großdruckerei Evers in Meldorf, die den Titel bislang herausgibt. Künftig soll das neue Heft (Untertitel: "Das Lustblatt der Weltstadt") in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden. rp
Mehr zur Neuerfindung und zur Geschichte der "St. Pauli Nachrichten" in der HORIZONT-Ausgabe 36/2008, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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Morgen naht der Tag der Wahrheit. Dann will Deutschlands Top-Blogger Robert Basic seinen Blog basicthinking.de verkaufen und bei Ebay versteigern. Startpreis vermutlich bei 30.000 Euro. Obs klappt: Bei einem Voting im Horizont-Blog würden derzeit 51 Prozent nicht mehr als 10.000 Euro zahlen wollen. 12 Prozent meinen, der Blog Basicthinking.de, meistverlinkter Blog Deutschlands, sei über 50.000 Euro wert. Viel Glück, Robert.
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