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IVW III/2009: Kein Nachrichtentitel gewinnt Käufer am Kiosk


Stabile Abo- und Einzelverkäufe 

Stabile Abo- und Einzelverkäufe

Kein aktuelles Nachrichtenmagazin kann im Abo- und Einzelverkauf noch zulegen. Wie die detaillierten Ergebnisse der IVW-Auflagenstatistik III/2009 zeigen, hält nur der "Spiegel" seine Kiosk- (minus 1,6 Prozent) und Aboverkäufe (plus 0,02 Prozent) gegenüber dem Vorjahresquartal stabil. Ein Großteil des Minus im Gesamtverkauf von "Focus" entfällt - wie vom Verlag angekündigt - auf die Kategorien Aboverkauf (minus 26,4 Prozent) und Bordexemplare (minus 29,4 Prozent).
 
Doch auch der Einzelverkauf ist mit knapp minus 17 Prozent klar eingebrochen. Der dritte im Bunde, "Stern", verliert am Kiosk (minus 5,11 Prozent) und bei den Abonnements (minus 2,9 Prozent) dagegen nur leicht. Auffällig ist, dass alle drei Zeitschriften ihre Freistücke deutlich gekappt haben: Am meisten reduziert hat der "Spiegel" mit minus 19,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Entwicklung der Nachrichtenmagazine (zum Vergrößern bitte anklicken) 

Entwicklung der Nachrichtenmagazine (zum Vergrößern bitte anklicken)

Gewinner im 3. Quartal sind wieder einmal die jungen People-Magazine. Hier zeigt ein Blick auf die Detailauswertungen, dass sich vor allem „OK" und „Intouch" einen Abonnentenstamm aufbauen konnten. „OK" verkauft 25.608 Abonnements, das Bauer-Magazin „Intouch" kommt auf 22.335. Bei „In - das Star & Style-Magazin" ist dieser Anteil gerade mal etwa halb so groß (11.136). Allerdings verbessert das Heft seine Kioskverkäufe am deutlichsten (plus 27,7 Prozent). Alle drei Zeitschriften verbuchen ein zweistelliges Plus beim Einzelverkauf. Ebenfalls schrauben alle drei Kontrahenten ihre Lesezirkel-Exemplare in die Höhe.
 
Im Segment der überregionalen Tageszeitungen verbucht das "Handelsblatt" die deutlichsten Verluste. Im Einzelverkauf sinkt die Auflage des Wirtschafstitels auf rund 6.800 Exemplare, was einem Rückgang von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartel bedeutet. Auch im Abonnement geht die Auflage deutlich zurück. Hier beträgt die Auflage etwa 82.000 Exemplare. Das sind 6 Prozent weniger als im 3. Quartal 2008. Zu den Verlieren zählt auch die "Frankfurter Rundschau". Der Titel im Tabloid-Format kann zwar seine Auflage im Einzelverkauf stabil auf knapp 21.000 Exemplaren halten, verliert jedoch bei den Abos 6,5 Prozent.
 
Entwicklung der überregionalen Tageszeitungen (zum Vergrößern bitte anklicken) 

Entwicklung der überregionalen Tageszeitungen (zum Vergrößern bitte anklicken)

Bei den Abonnements müssen nahezu alle Überregionalen Rückgänge hinnehmen. Ausnahmen sind "Die Tageszeitung" und "Bild". Das Boulevardblatt steigert sich um 41 Prozent auf etwa 30.000 Exemplare. "Die Tageszeitung" gewinnt 1,9 Prozent. Im Einzelverkauf gewinnen die meisten Titel. Besonders deutlich zeigt sich dies ebenfalls bei der "Tageszeitung" (plus 14,2 Prozent) sowie der "Financiel Times Deutschland" (plus 6,5 Prozent). se/bn
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