09.08.2007
IP und Seven-One schlagen neue Geschäftsmodelle für den TV-Markt vor
Kickbacks, Sharedeals, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft - jetzt wollen die Fernsehvermarkter einen radikalen Schnitt und klopfen im Markt die Durchsetzbarkeit neuer Geschäftsmodelle ab, die mehr Transparenz in den TV-Markt bringen sollen. Offiziell bestätigt IP-Manager Martin Krapf lediglich: "Wir wollen die Marktsystematik grundsätzlich verändern und führen Gespräche mit allen Beteiligten." Doch unter Mediaexperten werden die neuen Geschäftsmodelle bereits heiß diskutiert.
Offenbar sollen sich IP-Kunden künftig festlegen, ob ihre Mediaagentur als Treuhänder oder Broker fungiert. Für beide Varianten gibt es Preislisten. Denkbar: Broker zahlen mehr, können dafür aber Pool-Rabatte nutzen. Treuhänder handeln im Auftrag des Kunden und geben Nachlässe eins zu eins weiter. Der Preis wäre niedriger, da Poolvorteile entfielen. Auch Seven-One Media will mehr Transparenz in die Geschäftsbeziehungen bringen. Der kolportierte Vorschlag stammt aus Nordeuropa: Naturalrabatte entfallen, Medien und Kunden teilen sich die Bezahlung der Agentur, die sich auf mindestens 3, maximal 5 Prozent des Volumens addieren kann. Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Peter Christmann bestätigt auf Anfrage: "Das skandinavische Modell ist eine von mehreren Diskussionsgrundlagen." Die Höhe der Agenturfee könnte sich abgestuft an Kriterien wie Einkauf und Planung, Platzierung sowie Zeitpunkt der Buchung orientieren. Die Vorschläge sollen in den nächsten Wochen mit allen Marktpartnern diskutiert werden. Krapf weiß, dass "radikale Veränderungen nur konsensual möglich sind". he
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