Postdienstleister
26.09.2008
Holtzbrinck kauft zwölf PIN-Gesellschaften
Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck kauft große Teile des insolventen Postdienstleisters Pin. Insgesamt übernimmt die Holtzbrinck-Gruppe zwölf Gesellschaften: An sechs Unternehmen hält sie künftig 100 Prozent der Anteile, an weiteren sechs ist sie wesentlich beteiligt. Die Gesellschaften im Grossraum Berlin, in den neuen Ländern, in Unterfranken und im Raum Freiburg beschäftigen rund 2.500 Mitarbeiter. Mit der Übernahme kündigt das Medienhaus an, der
Deutschen Post in wichtigen Regionen Konkurrenz zu machen. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Das Bundeskartellamt muss dem Deal noch zustimmen.
Künftig sollen die Dienstleister operativ wieder stärker mit den Logistikgesellschaften von Holtzbrinck verzahnt werden. Die Brieflogistik soll das Medien- und Dienstleistungsangebot der regionalen Medienhäuser ergänzen und stärken.
Für die verbliebenen 20 nicht insolventen PIN-Gesellschaften finden offenbar noch Gespräche mit möglichen Investoren statt.
PIN war im Ende 2007 in Schieflage gerutscht, nachdem
Axel Springer seiner Brieftochter den Geldhahn zugedreht hatte.
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