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Hilfsorganisation Solidar Suisse lsst Fifa-Chef Sepp Blatter tanzen


von Ingo Rentz,
Redakteur HORIZONT.NET


Nespresso und George Clooney mussten schon dran glauben, nun ist der Weltfuballverband Fifa dran: Die Schweizer Hilfsorganisation Solidar Suisse fordert mit einem satirischen Viral Fifa-Chef Sepp Blatter zum Fairplay gegenber den Gastgebern der Fuball-WM 2014 in Brasilien auf. Die Aktivisten befrchten, dass das Milliardengeschft mit dem Fuballevent auf Kosten der brasilianischen Brger geht.
 
Sepp Blatter, der weltweit ranghchste Fuball-Funktionr, kmpft seit Jahren mit Image-Problemen. Nicht wenige Fuballfans werfen dem 76-jhrigen Schweizer vor, die Fifa wie ein Sonnenknig zu regieren. Dazu trug nicht zuletzt eine Pressekonferenz im Mai 2011 bei, als Blatter einen veritablen Korruptionsskandal um mehrere Funktionre sowie seine umstrittene Wiederwahl als Fifa-Prsident mit dem Satz "Crisis? What is a crisis?" nonchalant vom Tisch wischte.
Diese Szene wird fr Blatter nun zum Bumerang: Die Zrcher Agentur Spinas Civil Voices, die fr Solidar Suisse im vergangenen Jahr bereits Nespresso und deren Edel-Testimonial George Clooney auf die Schippe nahm, benutzt Archiv-Material von besagter Pressekonferenz, um anschlieend ein Blatter-Double eine ausgeflippte Tanzsohle aufs Parkett legen zu lassen. Die Parodie soll Blatters Jubel anlsslich der zu erwartenden Gewinne der Fifa bei der WM 2014 symbolisieren.
 
Solidar Suisse behauptet, dass im Vorfeld des Turniers hundertausende Menschen ihr Heim und zahlreiche Straenhndler wegen der Lizenzpolitik der Fifa ihr Einkommen verlieren wrden. Zudem bliebe das Land nach dem Event auf einem riesigen Schuldenberg sitzen. Die Organisation fordert daher dazu auf, sich im Netz dem Protest anzuschlieen. Bislang kamen rund 10.000 virtuelle Unterschriften zusammen, das Ziel sind 50.000.
 
Die Fifa ihrerseits wollte sich zu der Kampagne nicht uern, wie das Medienbro des Fuballverbandes in einer E-Mail an die Schweizer Tageszeitung "Le Matin" bekundete. Man gibt sich stattdessen betont humorvoll: Blatters Spagat am Ende des Clips sei wirklich bewundernswert.
 
Bereits vor zwei Jahren, anlsslich der Weltmeisterschaft in Sdafrika, fuhr Solidar Suisse eine Kampagne gegen die Fifa. In einer Untersuchung will die Hilfsorganisation damals herausgefunden haben, dass das Turnier fr das Gastgeberland ein herbes Verlustgeschft gewesen sei. ire
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