06.05.2009
"Hessische/Niedersächsische Allgemeine" erwägt Kündigung der DPA
Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) muss um ihre Kunden kämpfen. Nachdem die Essener WAZ Mediengruppe (unter anderem "Westdeutsche Allgemeine Zeitung") bereits zu Jahresbeginn den Vertrag mit dem Nachrichtenlieferanten gekündigt hat, denkt auch die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" (HNA) über ein Ende der Zusammenarbeit nach. In den vergangenen sechs Wochen hat die Tageszeitung, die zur Zeitungsgruppe des Münchner Verlegers Dirk Ippen gehört, probeweise auf den Dienst verzichtet - offenbar mit Erfolg. "Es geht auch ohne DPA, keine Frage", sagte Chefredakteur Horst Seidenfaden der "Süddeutschen Zeitung". Er kritisiert den Landesdienst in Hessen als zu schwach.
Ob es zu einem Vertragsende kommt, entscheide sich Mitte des Jahres. Zur Debatte steht ein Gruppenrabatt für die Ippen-Blätter. Parallel laufen auch Verhandlungen mit dem DPA-Konkurrenten DDP. Laut Ippen geht der Test von der Chefredaktion der "HNA" aus. Er selbst betont seine Solidarität zur Agentur und sagt, dass er sich einen Ausstieg der Münchner Blätter aus dem Vertrag nicht vorstellen kann. Weitere Tests nach dem Vorbild der "HNA" seien ihm in seiner Unternehmensgruppe nicht bekannt. bn
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