BDZV
22.09.2008
Heinen kritisiert Post und öffentlich-rechtliche Sender
Zum Auftakt des Zeitungskongresses kritisiert Helmut Heinen die Expansionspläne von Post und öffentlich-rechtlichen Sendern. "Hier droht ein ordnungspolitische Sündenfall ersten Ranges", so der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) vor rund 500 Teilnehmern in Berlin.
Es sei eine groteske Vorstellung, dass ein Unternehmen wie die Post, bei dem der Staat größter Aktionär sei, daran denke, mit Gratis-Titeln die privaten Zeitungen im Leser- und Werbemarkt anzugreifen, so Heinen. Er appelliert an Bundeskanzlerin Angela Merkel, "derartig skandalöse Pläne" nicht zuzulassen.
Des weiteren wehrt sich Heinen gegen die Forderung des Europäischen Parlaments wonach künftig 20 Prozent der Automobilwerbung für umweltbezogene Aussagen genutzt werden. Das würde dazu führen, dass die Automobilindustrie sich vom Werbeträger Print verabschiedet, fürchtet der BDZV-Präsident. pap
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