22.09.2008
BDZV
Heinen kritisiert Post und öffentlich-rechtliche Sender
Zum Auftakt des Zeitungskongresses kritisiert Helmut Heinen die Expansionspläne von Post und öffentlich-rechtlichen Sendern. "Hier droht ein ordnungspolitische Sündenfall ersten Ranges", so der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) vor rund 500 Teilnehmern in Berlin.
Es sei eine groteske Vorstellung, dass ein Unternehmen wie die Post, bei dem der Staat größter Aktionär sei, daran denke, mit Gratis-Titeln die privaten Zeitungen im Leser- und Werbemarkt anzugreifen, so Heinen. Er appelliert an Bundeskanzlerin Angela Merkel, "derartig skandalöse Pläne" nicht zuzulassen.
Auch in Sachen öffentlich-rechtliche Expansionspläne im Internet sucht Heinen Unterstützung seitens der Politik. "Eine elektronische Presse darf es genauso wenig geben, wie überregionale oder regionale gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Zeitungen", fordert Heinen. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer wollen am 22. und 23. Oktober 2008 über den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag entscheiden, der festlegt, was ARD und ZDF künftig im Internet dürfen und was nicht.
Des weiteren wehrt sich Heinen gegen die Forderung des Europäischen Parlaments wonach künftig 20 Prozent der Automobilwerbung für umweltbezogene Aussagen genutzt werden. Das würde dazu führen, dass die Automobilindustrie sich vom Werbeträger Print verabschiedet, fürchtet der BDZV-Präsident. pap
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Blog-Verkauf: Interesse lahmt
Morgen naht der Tag der Wahrheit. Dann will Deutschlands Top-Blogger Robert Basic seinen Blog basicthinking.de verkaufen und bei Ebay versteigern. Startpreis vermutlich bei 30.000 Euro. Obs klappt: Bei einem Voting im Horizont-Blog würden derzeit 51 Prozent nicht mehr als 10.000 Euro zahlen wollen. 12 Prozent meinen, der Blog Basicthinking.de, meistverlinkter Blog Deutschlands, sei über 50.000 Euro wert. Viel Glück, Robert.
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