24.10.2006
Hamburg: Axel Springer will Sonntags-"Mopo" zuvorkommen
Die Anzeichen verdichten sich: Der Verlag Axel Springer plant, sein "Hamburger Abendblatt" bereits in dieser Woche auch am Sonntag erscheinen zu lassen - als Gegenmaßnahme zur siebten Ausgabe der Ortskonkurrenz "Hamburger Morgenpost" (Mopo), die am 5. November erstmals auf den Markt kommt. Zudem scheinen sich die HORIZONT-Informationen zu bestätigen, wonach das "Hamburger Abendblatt" dabei auf den Mantelteil der verlagseigenen "Berliner Morgenpost" zurückgreift, die in der Hauptstadt seit langem auch sonntags erscheint.
Die Hamburger Lokalseiten sollen sonntags zunächst von Volontären und freien Mitarbeitern gefüllt werden, bis eine Regelung mit der "Abendblatt"-Stammredaktion gefunden ist. Das sonntägliche "Hamburger Abendblatt" soll dem Vernehmen nach im Tabloid-Format erscheinen und 70 Cent kosten - 20 Cent weniger als die Sonntags-"Mopo". Diese frühe Kampfansage an den "Mopo"-Verlag BV Deutsche Zeitungsholding ist verständlich: Hamburg ist neben Berlin der wichtigste Regionalmarkt für Axel Springer.
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