Wirtschaftstitel
15.01.2008
Gruner + Jahr will "FTD" komplett übernehmen / Suche nach Synergien mit Kölner Wirtschaftspresse
Das Verlagshaus Gruner + Jahr (G+J) will die Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland" ("FTD") offenbar komplett übernehmen. Nach HORIZONT-Informationen sind die Verhandlungen zwischen der britischen Pearson-Gruppe, die ihren 50-Prozent-Anteil an der "FTD" seit Monaten verkaufen will, und dem bisherigen Joint-Venture-Partner G+J abgeschlossen.
Die Verträge seien aber von den notwendigen Verlagsgremien noch nicht unterschrieben, heißt es in Hamburg und London. "Es gibt zu dieser Angelegenheit keinen neuen Sachstand", sagt ein G+J-Sprecher lediglich.
Unklar ist derzeit der Kaufpreis, den G+J an Pearson zahlt. Im vergangenen Herbst, als die Übernahme von Pearsons 50-Prozent-Anteil an der "FTD" durch den Spiegel-Verlag im Gespräch war, wurde ein Kaufpreis von etwa 10 Millionen Euro kolportiert. Hinzugekommen wären noch Lizenzzahlungen an Pearson für die Marke "FTD" in ähnlicher Höhe. Nachdem der Hauptgesellschafter des "Spiegel", die Mitarbeiter KG (50,5 Prozent), den Deal abgelehnt hat und sich andere Käufer, die zu Pearsons Konditionen einzusteigen bereit waren, offenbar nicht gefunden haben, kann man nun von einem eher niedrigeren Kaufpreis als vor Monaten ausgehen.
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