Medienkrise
12.05.2009
Galore stirbt als Printmagazin
Ein weiteres Print-Magazin streicht die Segel. Das Interview-Magazin "Galore" wird am 10. Juni 2009 letztmalig in gedruckter Form am Kiosk erscheinen. Die Marke soll künftig ausschließlich im Internet fortgeführt werden.
Der Dialog-Verlag, in dem auch das Musik-Magazin "Visions" erscheint, begründet die Maßnahme mit der "ungünstigen Entwicklung im Anzeigengeschäft und der allgemein misslichen Wirtschaftslage". Zu der Entscheidung, mit der Marke Galore ab Juni das Medium zu wechseln, habe es "aus wirtschaftlichen wie strategischen Aspekten keine Alternative" gegeben, erklärt Herausgeber und Verleger Michael Lohrmann. Das Magazin hatte sich im 1. Quartal 2009 laut IVW knapp 20.200 Mal verkauft. Die Zahl der Abos lag gerade einmal bei gut 2500.
Verleger Michael Lohrmann hofft, dass die neue Strategie aufgeht. "Weil der Leumund von Galore so positiv ist und wir für uns reklamieren können, inhaltlich erstklassige Arbeit geleistet zu haben, bin ich zuversichtlich, dass Galore im Internet den breitenwirksamen Zuspruch erfährt, der uns am Kiosk verwehrt blieb." mas
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