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von Juliane Paperlein,
Ressortleiterin Medien

G+J-Chef Bernd Buchholz verhandelt mit Holtzbrinck


"Es geht uns nicht gut": G+J-Chef Bernd Buchholz 

"Es geht uns nicht gut": G+J-Chef Bernd Buchholz

Bernd Buchholz, Vorstandsvorsitzender von Europas größtem Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, bestätigt Gespräche mit Dieter von Holtzbrinck. "In einer solchen Krise spricht jeder mit jedem", sagt er dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

 
Die 250 Mitarbeiter umfassende  G+J-Wirtschaftsredaktion produziert seit diesem Jahr unter Führung Steffen Klusmann gemeinsam die Tageszeitung "Financial Times Deutschland" sowie die Monatstitel "Impulse", "Börse Online" und "Capital". Das Zentralredaktionsmodell ist in der Branche umstritten, Marktbeobachter halten die Redaktion für unterbesetzt. Verleger Dieter von Holtzbrinck hat im März von seinem Halbbruder Stefan unter anderem die Verlagsgruppe Handelsblatt übernommen. Dazu gehören "FTD"-Konkurrent "Handelsblatt", der ab November im Tabloid-Format erscheint und das Wochenmagazin "Wirtschaftswoche". Auf die Frage, worüber Buchholz und von Holtzbrinck sprechen, antwortet der G+J-Chef nur vage. "Alle Richtungen - Verlag, Vertrieb, Redaktion. Warum auch nicht?"
Gruner + Jahr, der zum Großteil zum mit rund 6 Milliarden Euro verschuldeten Bertelsmann-Konzern gehört, steht angesichts der Werbekrise gewaltig unter Druck. Seit Buchholz zu Jahresbeginn das Ruder von seinem Vorgänger Bernd Kundrun übernommen hat, zieht er einen harten Sparkurs durch. "Es geht uns nicht gut, ja", sagt er dem "Spiegel". "Um Geld ausgeben zu können, muss ich es erst haben."
 
Bis Jahresende muss G+J die Kosten nochmals rund 200 Millionen Euro senken, davon um rund ein Drittel in Deutschland. Bis Ende September sollen Chefredakteure, Verlags- und Bereichsleiter genauere Vorschläge vorlegen, was in ihren Redaktionen und Abteilungen "geändert, gespart, ausgelagert oder zusammengelegt werden kann", sagt Buchholz. Der Hamburger Verlag bringt weltweit rund 250 Magazine heraus, darunter "Stern", "Brigitte" und "Geo". Buchholz: "Größe muss irgendwann auch in Größenvorteile umschlagen." pap
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