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G+J sucht Wachstum bei Fachverlagen und B-to-B-Dienstleistungen


Gruner + Jahr will in Fachmedien investieren 

Gruner + Jahr will in Fachmedien investieren

Angesichts rückläufiger Umsätze und Erträge im Geschäft mit Publikumzeitschriften forciert Gruner + Jahr seinen Diversifizierungskurs. Über das bekannte „Expand your Brand"-Programm - also die Weitervermarktung der Printmarken über digitale Kanäle und Events - und den Ausbau des Bereichs Kundenmagazine hinaus will G+J stärker ins B-to-B-Publishing einsteigen.
 
Das sei ein „wachsendes, profitables Geschäft und soll perspektivisch ausgeweitet werden, etwa durch den Aufbau von B-to-B-Datenbanken und Fachverlagen", sagte Vorstandschef Bernd Buchholz auf der Bilanzpressekonferenz am heutigen Donnerstag in Hamburg. Auch Zukäufe seien in diesem Bereich denkbar.
Zudem empfiehlt Buchholz G+J als „starken Partner" für kleinere Verlage - als Anbieter „unterschiedlichster verlegerischer Dienstleistungen". So sucht etwa der Vermarkter G+J Media Sales, analog zum Onlinegeschäft, seit längerem Mandanten fürs Printgeschäft. Sein Ziel, auch den Bereich Corporate Publishing auszubauen, präzisierte Buchholz: Denkbar seien hier „alle Felder der Kommunikation", so auch Newsletter-Services, Intranet-Lösungen und Hosting-Angebote für Unternehmens-Websites. „Wir wollen auch Bereiche bespielen, die mit unseren bisherigen Segmenten und Märkten weniger zu tun haben", beschreibt Buchholz die forcierte Diversifizierungsstrategie.
 
Seine Aktivitäten in der wachstumsstarken Performance-Onlinevermarktung, wo G+J mit dem 2008 zugekauften Anbieter Ligatus unterwegs ist, will der Verlag in den kommenden Monaten nach Frankreich, Österreich und in die Niederlande ausdehnen. Generell will G+J in diesem Jahr 8,1 Prozent seiner Umsätze im Markengeschäft - Medienangebote (Print und Digital), Merchandising und Messen - durch Non-Print-Erlöse erzielen. Ab 2010 sollen es „mindestens 10 Prozent" sein, so Buchholz. In Deutschland habe man diese Marke 2008 schon fast erreicht (2007: 7,5 Prozent). Zum Vergleich: 2006 erzielte G+J weltweit erst 3,5 Prozent seiner Erlöse außerhalb des Print-Stammgeschäfts. Im vergangenen Jahr gingen die G+J-Umsätze im Markengeschäft um 1,5 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro zurück; das Operating Ebit sank um 8,6 Prozent auf 181 Millionen Euro und die Umsatzrendite von 9,9 auf 9,1 Prozent. rp
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