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G+J macht Ende der „FTD“ offiziell / Verkauf oder Aus für „Börse Online“ und „Impulse“


von Roland Pimpl,
Redakteur / Korrespondent Hamburg

Ende der Hängepartie: G+J-Vorstand Julia Jäkel hat die "FTD"-Mitarbeiter informiert

Ende der Hängepartie: G+J-Vorstand Julia Jäkel hat die "FTD"-Mitarbeiter informiert

Traurige Wahrheit: Gruner + Jahr verkündet das, was seit Wochen viele ahnten und seit Tagen alle wussten - das Ende der renommierten Wirtschaftszeitung „Financial Times Deutschland" („FTD") samt Onlineaktivitäten. Für die wöchentliche Anlegerzeitschrift „Börse Online" und das Mittelstands-Monatsmagazin „Impulse" wird der Verkauf geprüft (auch via Management Buy-Out). Sollte das nicht klappen, werden auch diese Magazine eingestellt.

 
Die „FTD" wird am 7. Dezember zum letzten Mal erscheinen. Die Zeitung, „eines der ambitioniertesten journalistischen Projekte der vergangenen Dekade" (Julia Jäkel, Vorstand Gruner + Jahr Deutschland), habe seit ihrer Gründung im Jahr 2000 Verluste geschrieben: „Vor diesem Hintergrund sehen wir keinen Weg, die ,FTD‘ weiter zu betreiben." Hier nennt Jäkel die schwierige Marktlage der Tageszeitungen und der Wirtschaftsmedien. G+J habe „bis zuletzt intensiv aber ohne Erfolg" versucht, einen Käufer für die „FTD" zu finden. Auch eine Fortführung als Online-Titel habe man erwogen, dafür jedoch keine Erfolgschance gesehen.
Das Monatsmagazin „Capital" soll künftig am Standort Berlin - voraussichtlich mit einer verkleinerten Redaktion - neu positioniert werden und eine stärker wirtschaftspolitische Ausrichtung erhalten, so G+J. Der bisherige „FTD"- und „Capital"-Chefredakteur Steffen Klusmann soll das Traditionsheft noch für eine „Übergangsphase" leiten. Auch das Wirtschafts-Lifestyle-Heft „Business Punk" soll künftig in Berlin fortgeführt werden. Ebenfalls bestehen bleibt die Corporate-Publishing-Einheit Fact & Figures, dies in Hamburg.
 
Insgesamt seien 314 Mitarbeiter der G+J Wirtschaftsmedien in Hamburg, Frankfurt und weiteren Außenbüros betroffen, für die der Verlag einen Sozialplan verhandeln will. In den angrenzenden Verlagsbereichen (Vermarktung, Vertrieb, Verwaltung) seien rund 50 Mitarbeiter unmittelbar oder mittelbar betroffen. Hier sollen „die Strukturen und Kosten den Veränderungen bei den G+J Wirtschaftsmedien angepasst werden", so der Verlag, vor allem via Fluktuation, etwa durch Altersteilzeit und auslaufende Befristung. rp
 
Hintergründe, Analysen und Kommentare zum Fall „FTD" lesen Sie im ausführlichen Special von HORIZONT.NET


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