Exklusiv-Interview
29.03.2010
G+J-Auslandsvorstand Klein: "Der Springer-Ringier-Deal hat für uns kaum Bedeutung"
Seite 1/3
29.03.2010
Herr Klein, seit dem Ausscheiden von Fabrice Boé verantworten Sie auch den französischen Markt, der knapp ein Fünftel der G+J-Umsätze ausmacht. Damit stehen Sie nun für rund die Hälfte aller Erlöse. Ein gutes Gefühl?
Torsten-Jörn Klein: Das internationale Geschäft hat ja immer schon etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes ausgemacht. Es war für G+J ein sinnvoller Schritt und für mich eine ehrenvolle Aufgabe, das Frankreich-Geschäft zu integrieren. Frankreich ist unser größter Auslandsmarkt. Nun gibt es neue Möglichkeiten für internationalen Austausch und Synergien. Die Umsatzverteilung nach In- und Ausland ist für uns alle hier aber wenig relevant. Entscheidend sind die Ergebnisse in den einzelnen Ländern.
Klein: Die Wirtschaftskrise hat Spanien in einer Dimension getroffen wie kein anderes Land. Die Autozulassungen haben sich seit 2007 halbiert, entsprechend ist der Werbemarkt eingebrochen. Und das trifft uns als Marktführer im Motor-Segment natürlich ganz besonders.
In Spanien sind aber auch die Vertriebserlöse stärker gesunken als in anderen Ländern.
Klein: Dort hat die Krise bereits im Frühjahr 2008 begonnen, früher als im Rest Europas. Die Arbeitslosenquote liegt bei 20 Prozent. Das schlägt sich natürlich auch in den Abverkäufen nieder.
Wenn die Krise dort zuerst begonnen hat - ist sie dort auch zuerst wieder beendet?
Klein: Das erwarten wir leider nicht. Wir glauben fest an den spanischen Markt, er wird sich erholen - aber wohl etwas später als andere. Deshalb mussten wir dort die umfassendsten Restrukturierungen von ganz G+J vornehmen und die Zahl unserer Mitarbeiter in Spanien von 700 auf 500 reduzieren. Das war sehr schmerzlich, doch nun sind wir richtig aufgestellt - für jetzt und erst Recht für die Zukunft, wenn die spanische Wirtschaft wieder anspringt.
Doch noch steckt Spanien samt Pressemarkt mitten in der Krise. Ist es jetzt nicht an der Zeit für eine Marktbereinigung, für Übernahmen und Fusionen?
Klein: Wir glauben, dass es Veränderungen geben wird. Und im Kernmarkt Spanien wollen wir Konsolidierungstreiber sein. Unsere Verlagsdienstleistungs-Tochter GPS, die gerade ihren ersten externen Vermarktungsmandanten gewonnen hat, könnte dabei eine Rolle spielen.
zurück
Seitennavigation
weiter
Kommentare
Nachrichten
User-Empfehlungen
TV-Quoten
Die meistgesehenen Sendungen vom 24.05.2012
Bestellen Sie jetzt kostenlos den HORIZONT.NET Newsflash und erhalten Sie jeden Morgen die TV-Quoten.
Zu den Top 20 TV-Quoten
Leserfavoriten
HORIZONTJobs
News-Archiv
facebook
|
HORIZONT.NET auf Facebook
|
Marktdaten













