Zeitschriften
Focus Magazin Verlag entwickelt neues Reichweiten-Modell TIM
Jahrelange hat der Focus Magazin Verlag das Projekt geheim gehalten, jetzt werden erste Details bekannt: Das Münchner Medienhaus testet ein Abfragemodell, mit dem Reichweiten von Zeitschriften differenzierter als in der MA ermittelt werden sollen.
Das sogenannte Titel-Identifikations-Modell (TIM) weist keine Durchschnittswerte, sondern ausgabenbezogene Reichweiten aus. "In der Printforschung gibt es noch wichtige Lücken zu schließen, um mehr Transparenz und Aktualität zu gewinnen. Daran forschen wir seit geraumer Zeit, intensiv und sehr erfolgreich", erklärt "Focus"-Geschäftsführer Frank-Michael Müller, unter dessen Regie das Projekt steht. Vielversprechende Daten zu TIM lägen bereits vor.
Gleichzeitig gäbe es neben der "Leitwährung MA, die weltweit unumstritten und eine der besten Untersuchungen" sei, zahlreiche Forschungsansätze und -projekte. Es ist naheliegend, dass Müller an einem Reichweiten-Modell bastelt, schließlich betont der Geschäftsführer stets - wie zuletzt bei der viel diskutierten IVW-Meldung von "Focus" im 2. Quartal - dass für ihn nicht die verkaufte Auflage, sondern die Reichweite die Leitwährung darstellt (HORIZONT 29/2008).
Die wesentlichen Unterschiede zwischen TIM und MA: Bei TIM entscheiden Probanden am Computer per Anklicken von gezeigten Covern, ob sie die jeweiligen Hefte in der Vergangenheit gelesen oder durchgeblättert haben. Bei einer MA-Befragung werden nicht die Cover, sondern die Zeitschriftenlogos gezeigt.
Dadurch ändert sich auch die Fragestellung: Während die MA unter anderem fragt "Wie viele der letzten 12 Ausgaben dieses Titels haben Sie gelesen oder durchgeblättert?" soll in TIM ermittelt werden "Welche".
An dem offenbar in großem Stil geplanten Abfragemodell arbeitet der Verlag bereits seit 1999. Die Methode wird im Rahmen der Verlagseigenen Markt-Media-Studie Communication Networks seitdem jährlich an über 120 Titeln getestet.
Weitere Nachrichten aus Medien vom 17.07.2008:
Im O-Ton: Münchner Erklärung der Verleger
Bundeskartellamt legt Zwischenbericht zur Bundesliga-Vermarktung vor
“Out-of-Home”-MediaGuide als E-Paper verfügbar
Münchner Erklärung: Verleger attackieren ARD und ZDF
Münchner Erklärung: Die Reaktion von ARD und ZDF
SKL-Show darf nach Änderungen auf Sendung bleiben
P7S1-Vorstand Bartl im Interview: Christmann-Nachfolger kommt noch im Sommer
- 16:11 Jovoto verbindet Kreative und Auftraggeber
- 16:03 Verletzung von Markenrechten: BGH entscheidet über Google Adwords / Erhebliche Auswirkungen auf Werbemarkt
- 11:45 Sunny Cars beauftragt Mediaplus mit einem Relaunch
- 16:53 Sinner Schrader übertrifft Prognose
- 12:48 Plan.net gewinnt weiteren weltweiten Etat
- alle Nachrichten
Nachrichten: Steuerzahlerbund: Be Berlin ist Geldverschwendung
Kai: Be Berlin
TV: VW Golf VI
fummel: Ursachenforschung
Nachrichten: Jovoto verbindet Kreative und Auftraggeber
Wolfgang M.: Die Website verbindet Auftraggeber und Kreative aus 60 Ländern.
Von Testlesen über Schnupperabo mit Geschenk bis zum Jahresabo - HORIZONT hat für jeden das richtige Angebot.
Die Neuzulassungen in Deutschland halten sich von Januar bis September 2008 mit plus 1,3 Prozent stabil. Federn lassen muss jedoch die obere Mittelklasse (minus 15,9 Prozent), Gewinner sind die Minis (plus 21,1 Prozent).
Die Online-Marketing Düsseldorf (OMD) begleitete Horizont erstmals mit Video-Interviews mit Experten aus Marketing, Medien und Web 2.0. Zu sehen sind die Interviews, roh und ungeschnitten, im Blog off-the-record. Dort gibt es unter anderem Interviews mit Joel Berger (Myspace), den Machern des Magazins "Clap", dem Führungsduo von Nugg.ad sowie mit Djure Meinen, Chef-Blogger der OMD. Insgesamt stehen in der Rubrik Digital Faces rund 20 Interviews von der OMD.
Das Top-Thema der Woche: Der Streit um die kreativen Vertriebsaktionen mancher Verlage zur Steigerung ihrer Abonnement- und Einzelverkaufs- Auflagen eskaliert.
Zum Inhalt
Infos zum Abo













