Tagespresse
08.06.2010
FAZ schreibt 2009 Verlust und spart
Die "FAZ" muss für 2009 einen Umsatzrückgang von 18 Prozent auf 252,4 Millionen Euro hinnehmen und einen Verlust von 19,8 Millionen Euro. Vor allem der Einbruch des Stellenmarktes hat dem Traditionsblatt im Krisenjahr zu schaffen gemacht. Die Vertriebserlöse sind dagegen weitgehend stabil geblieben. Für 2010 rechnet die Geschäftsführung der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mit einer Erholung im 2. Halbjahr, berichtet die Zeitung von der gestrigen Gesellschafterversammlung.
Vor allem das 2009 angeschobene Sparprogramm soll in diesem Jahr zu einer Verbesserung beitragen. "Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, in einem unverändert schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ihre Erlös- und Ergebnisplanungen erreichen zu können", schreibt das Blatt. Zudem rechnen die Geschäftsführer Tobias Trevisan und Roland Gerschermann angesichts der stabilen Auflage der "FAZ" und der tendenziell wachsenden Verkäufe der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit höheren Vertriebserlösen. Die "FAZ" hat im 1. Quartal 2010 laut IVW montags bis freitags 367.983 Exemplare verkauft, die "FAS" 343.877 Stück - knapp 2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Situation im Anzeigenmarkt entspanne sich.
Die Geschäftsführung lobt "die eindrucksvolle Leistung", die die Redaktion in schwierigen Zeiten erbracht habe. Ein Beispiel für ihre Kreativität liefert selbige in diesen Tagen ab: Die Titelseiten der Montags- und Dienstagsausgabe ziert ein Sparschwein, das geröngt wird - am 7. Juni ohne, am 8. Juni mit Geld im Bauch. Es soll das Ringen der Regierung um das nächste Sparprogramm visualisieren. pap
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