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von Juliane Paperlein,
Ressortleiterin Medien

FAZ dementiert Kooperation mit Holtzbrinck


Formen bestätigt Pitch 

Formen bestätigt Pitch

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" dementiert energisch Berichte, nach denen Gespräche über eine Vermarktungskooperation im Online-Bereich nur der Auftakt für eine weitergehende Zusammenarbeit zwischen dem Frankfurter Verlag und IQ Media Marketing, dem Vermarkter der Verlagsgruppe Handelsblatt in Düsseldorf, sein könnten. "Das ist kein Thema", sagt Andreas Formen, Verlagsgeschäftsführer der "FAZ" gegenüber HORIZONT.NET. Den Pitch um die Onlinebanner-Vermarktung bestätigt er jedoch.
 
Derzeit liegt die Vermarktung des klassischen Onlinegeschäfts bei Tomorrow Focus. Dazu, mit welchen Vermarktern die "FAZ" außerdem noch im Gespräch ist, will Formen sich nicht äußern. Die Entscheidung, wo die Banner-Vermarktung von faz.net künftig liegt, soll in den nächsten Wochen fallen.
Die Vermarktung des Onlineauftritts könnte neben IQ Media Marketing und Etathalter Tomorrow Focus vor allem für den "Spiegel"-Vermarkter Spiegel QC und Gruner + Jahrs Onlinevermarkter G+J EMS  interessant sein. Beide kommen wie die "FAZ" aus dem klassischen Printbereich und bieten online qualitativ hochwertige Umfelder wie Spiegel Online (Spiegel Verlag) und Ftd.de (G+J). Und beide haben angekündigt, das Geschäft mit externen Mandanten auszubauen, um die eigenen Kapazitäten besser auszulasten.
 
Die engere Zusammenarbeit mit der VHB, die zu DvH Medien gehört, sei laut Formen nicht geplant. Nach Medienberichten sollen Gesellschafter Dieter von Holtzbrinck und "FAZ"-Geschäftsführer Tobias Trevisan auch im Printbereich über eine engere Zusammenarbeit verhandeln. Dabei soll es unter anderem um die gemeinsame Vermarktung der Kursseiten in den Finanzteilen von "Handelsblatt" und "FAZ" gehen. 
 
Die "FAZ" hat die eigene Vermarktung in den vergangenen Jahren erst neu strukturiert und dabei auf interne Lösungen gesetzt. So betreuen die Kundenbetreuer des Verlags Anzeigenkunden und die dazugehörigen Mediaagenturen aus einer Hand. Ziel ist es, die Prozesse zu beschleunigen. Angesichts der gerade im Krisenjahr immer stärker nachgefragten Sonderwerbeformen und individuellen Paketen ist der Abstimmungsaufwand zwischen Kunden, Agenturen und Verlagen überall deutlich gestiegen.
 
Zudem stehen "FAZ" und "Handelsblatt" in einem direkten Konkurrenzkampf im Lesermarkt - und damit auch im Ringen um das rückläufige Anzeigengeschäft. Ein gemeinsamer Verkauf könnte Chancen bieten, aber auch erhebliche Risiken. pap
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